Lesen: Brenner gesperrt: A13 am Samstag acht Stunden dicht wegen Protest

Brenner gesperrt: A13 am Samstag acht Stunden dicht wegen Protest

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Die Brennerautobahn A13 ist am Samstag von 11.00 bis 19.00 Uhr nicht befahrbar. Auslöser ist eine , die von der betroffenen Bevölkerung organisiert wird.

Genau deshalb suchen viele heute nach dem Brenner: Die Sperre trifft die wichtigste Nord-Süd-Verbindung der Alpen mitten in einem ohnehin dichten Reiseverkehr. , Autofahrerclubs und Transitverkehr stehen vor derselben Frage, wie stark die Lage kippt. Die Polizei sagte, eine seriöse Einschätzung der Verkehrssituation am Samstag sei nicht möglich. und warnten dagegen vor kilometerlangen Staus in und rund um Tirol, und der ÖAMTC betonte, es gebe keine echten Ausweichrouten.

Für Transitfahrer bleibt die Auswahl trotzdem eng. Der Tauernautobahn A10 droht starke Überlastung, Felbertauern und Reschenpass können die Verkehrsströme nach Einschätzung der Clubs nicht aufnehmen. Wer nicht in Tirol startet oder endet, soll möglichst weitläufig über das Inntaldreieck bei Rosenheim oder über Verona ausweichen. Schon am Freitag kam es auf der A13 in Richtung Süden zu langen Staus und Verzögerungen.

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Die Sperre betrifft nicht nur die A13 selbst. Auch Bundesstraßen und Nebenstraßen werden blockiert, Ausnahmen gelten nur für Ziel- und Quellverkehr mit Nachweisen wie Buchungsbestätigung oder Lieferschein. Für Lastwagen über 7,5 Tonnen gilt in ganz Tirol ab 9.00 Uhr ein Fahrverbot. Auf italienischer Seite wird die Brennerstrecke nördlich von Sterzing von 10.30 bis 20.00 Uhr gesperrt, und das Sicherheitskonzept soll die A13 für Rettungsfahrzeuge offen halten. Das Rote Kreuz organisiert zudem einen Notfalltransport per Zug und will ihn auch für Fälle verfügbar halten, in denen Straßenverbindungen blockiert sind und Helikopter wegen schlechten Wetters nicht fliegen können.

Die Veranstalter hoffen, dass die breite Information und die Vorbereitung größere Verkehrschaos verhindern. Die Autofahrerclubs sehen das anders. Während der Protest von 13.00 bis 16.30 Uhr in Matrei am Brenner läuft, soll dort auch ein Transitpapier mit Forderungen zu besserem Lärmschutz, zum Erhalt von Nacht- und Wochenendfahrverboten und zu einer höheren Lkw-Maut übergeben werden. Für die Fahrenden bleibt die Unsicherheit, wie hart die Sperre am Ende tatsächlich trifft, aber der nächste Engpass steht schon fest: Für den Tag danach wird wegen der Ferien- und Reiseumstellung noch mehr Verkehr erwartet, weil Bayern und Baden-Württemberg weiter Schulferien haben, in Sachsen-Anhalt die Ferien enden und Italien wegen eines Feiertags am Dienstag ein langes Wochenende hat.

Hinter dem Streit steht ein Dauerproblem auf einer Route, die als wichtigste Nord-Süd-Verbindung der Alpen gilt. Nach Angaben von ASFINAG nutzten im vergangenen Jahr rund 2,5 Millionen Lastwagen die mautpflichtige Brennerautobahn, seit 2010 ist der Lkw-Verkehr dort um rund 40 Prozent gestiegen. Der VCÖ meldete für das erste Quartal dieses Jahres zudem ein Plus von 4,5 Prozent beim Transitverkehr gegenüber Januar bis März 2025. Bayern, Südtirol und Trentino wollen eine Studie zu einer variablen Brenner-Maut prüfen, und hatte sich dafür offen gezeigt. Die zentrale Frage ist deshalb nicht, ob der Brenner am Samstag stillsteht, sondern wie weit der Stillstand über Tirol hinaus reicht.

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