Lesen: Asfinag warnt vor Fake-Mails mit 120-Euro-Forderung zur Digitalvignette

Asfinag warnt vor Fake-Mails mit 120-Euro-Forderung zur Digitalvignette

Veröffentlicht
2 Min. Lesezeit
Anzeige

Zu Beginn der warnt die ASFINAG vor einer neuen Betrugsmasche, mit der Kriminelle Autofahrerinnen und Autofahrer per E-Mail um Geld und Daten bringen wollen. In den Nachrichten heißt es, der Empfänger sei ohne gültige digitale Vignette unterwegs gewesen und schulde deshalb 120 Euro Ersatzmaut.

Gerade jetzt suchen viele Menschen nach Informationen zur digitalen Vignette, und genau das macht die Masche so gefährlich. Die gefälschte Mail wirkt zunächst amtlich, weil sie sich als Nachricht des Service Centers der ASFINAG-Mautaufsicht ausgibt, auf §19 des Bundesstraßen-Mautgesetzes verweist und eine automatische Routinekontrolle vorgibt, die angeblich ein Vergehen festgestellt habe.

In einem weiteren Schritt lockt die Nachricht mit einer scheinbar günstigen Lösung: Wer 12,36 Euro für eine Zehntagesvignette über einen Link in der Mail zahlt, solle den Fall damit erledigen können. Das soll Druck rausnehmen und gleichzeitig genau den Moment schaffen, in dem Nutzer klicken und persönliche Daten eingeben.

- Advertisement -

Die Fälle sind der ASFINAG seit heute bekannt, sagte . Er riet dazu, bei E-Mails immer den Absender zu prüfen, den Link nicht zu öffnen und keinesfalls Daten einzugeben. Die ASFINAG würde eine Forderung in dieser Höhe nie per E-Mail verschicken, sondern Ersatzmautforderungen ausschließlich auf dem Postweg zustellen.

Dass die Fälschung auf den ersten Blick glaubwürdig wirkt, liegt an ihrem Aufbau. Die ersten drei Abschnitte lesen sich wie ein offizielles Schreiben, inklusive Rechtsverweis und Zahlungsaufforderung, bevor der Betrug überhaupt sichtbar wird. Genau diese Mischung aus Behördenstil und falscher Dringlichkeit soll die Empfänger dazu bringen, nicht nachzudenken, sondern zu reagieren.

Die ASFINAG informiert nach eigenen Angaben auf allen Kanälen über die Fake-Mails und arbeitet mit ihrem Expertenteam an technischen Maßnahmen gegen die E-Mail-Flut. Wer bereits gezahlt oder Daten weitergegeben hat, soll sofort die Kreditkartenfirma informieren, die Kartenabrechnungen genau prüfen, verdächtige Buchungen dokumentieren, Fotos sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten.

Für Betroffene ist damit die wichtigste Frage nicht, ob die Mail echt wirken könnte, sondern ob sie überhaupt dem bekannten Verfahren entspricht. Tut sie nicht. Wer eine Ersatzmaut per E-Mail erhält, hat es nach Angaben der ASFINAG mit Betrügern zu tun — und sollte nichts öffnen, nichts eingeben und nichts überweisen.

Anzeige
Diesen Artikel teilen