Zum Pfingstwochenende wird es bundesweit sommerlich, im Südwesten sogar heiß: Der Deutsche Wetterdienst erwartet dort bis zu 34 Grad Celsius, im Norden liegen die Werte bei 20 bis 25 Grad. Direkt an der See bleibt es etwas kühler. Das warme Wetter soll sich laut DWD bis Pfingstmontag halten.
Für den Tag gibt es reichlich Sonne dazu. Entlang des Rheins sind 16 Sonnenstunden möglich, auch im Norden sind noch zehn bis zwölf Sonnenstunden drin. Der DWD rät bei Werten über 30 Grad zur Vorsicht, zu viel Anstrengung zu vermeiden, genug zu trinken und direkte Sonneneinstrahlung zu meiden. Der UV-Index liegt mit sechs bis acht ziemlich hoch, der Sonnenstand entspricht laut Martin Jonas etwa dem von Ende Juli.
Die Ansage kommt genau rechtzeitig für ein langes Feiertagswochenende, an dem vielerorts Ausflüge, Strandtage und der Start in die Freiluftsaison geplant sind. In St. Peter-Ording herrschte am Mittag reges Treiben an den Stränden und Promenaden, auf Sylt war bei strahlender Sonne ebenfalls viel los, und auf Usedom sonnten sich viele Menschen am Strand. Auch in den tieferen Lagen der Bayerischen Alpen und im Allgäu beginnen an diesem Wochenende viele Berghütten mit der Sommersaison.
Jonas machte dabei klar, dass das Wetter geplante Aktivitäten nicht ausbremst. Im Gegenteil: „Was immer also über die Feiertage geplant sein sollte, und dies gilt insbesondere für Outdoor-Aktivitäten: Das Wetter steht dem nicht im Weg“, sagte er. Zugleich bleibt die Kehrseite sichtbar. Der Sonnenschein könnte Landwirten Sorgen bereiten, und die laufende Freibadsaison trifft vielerorts auf dünne Personaldecken.
Genau dort liegt die Reibung hinter der schönen Wetterprognose. Anfang Mai waren laut VKU bei 94 befragten Badbetreibern nur 58 Prozent der Stellen besetzt. Fast jedes dritte Schwimmbad meldete noch einen zweistelligen Personalbedarf, jeder zehnte Betreiber sagte, dass mehr als 30 Prozent der Stellen offen seien. VKU-Vertreter Peter Harzheim brachte es auf den Punkt: „Leider ist es so, dass wir immer noch Fachkräftemangel haben.“ Er verwies zugleich auf „durch das momentane Ausbildungspotenzial, das wir haben“.
Die Lage ist damit klar: Das Pfingstwochenende bringt viel Sonne, hohe Temperaturen und einen kräftigen Andrang an Seen, Stränden und in den Bädern. Wer nach draußen geht, bekommt ideales Wetter, aber auch eine deutliche UV-Warnung. Und während Gäste den Start in den Sommer feiern, müssen viele Freibäder noch immer sehen, ob sie das Personal für den Ansturm überhaupt zusammenbekommen.

