Lesen: Toni Faber Freundin: Dompfarrer geht 2026 in Pension

Toni Faber Freundin: Dompfarrer geht 2026 in Pension

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geht nächstes Jahr in Pension als Dompfarrer des Stephansdoms, wenn er seinen 65. Geburtstag erreicht. Der Wiener Priester soll danach weiter als Seelsorger arbeiten, doch als Dompfarrer wird er sich aus der ersten Reihe der kirchlichen Präsentation zurückziehen.

Im gibt es Widerstand dagegen, Faber zu verlieren. sagte zugleich, es werde keine Aktionen geben. , der neue Wiener Erzbischof, zieht Faber damit sichtbar aus der Rolle, in der er über Jahre zu den bekanntesten Gesichtern der katholischen Kirche in Wien geworden ist.

Faber gilt insgesamt als erfolgreicher Seelsorger. Zugleich waren frühere Beziehungen zu Frauen für ein interessiertes Publikum mehr oder weniger bekannt, und er trat mit seiner aktuellen Begleitung sehr offen bei Bällen und anderen öffentlichen Anlässen auf. Genau das macht seinen Schritt aus dem Dompfarramt nun so aufgeladen: Die Kirche nimmt einen Mann aus der Schaufensterposition, dessen Privatleben längst Teil seiner öffentlichen Wirkung geworden ist.

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Der Fall reicht weit über Wien hinaus. Die Pflicht zur Ehelosigkeit wurde vor etwa 1000 Jahren eingeführt; davor konnten christliche Priester verheiratet sein. In Deutschland sprach sich eine große Mehrheit von Delegierten dafür aus, den verpflichtenden Zusammenhang zwischen Weihe und Ehelosigkeit beim Vatikan abschaffen zu lassen. Papst Leo XIV. hat aber gesagt, die Ehelosigkeit müsse bewahrt werden.

Grünwidl hatte schon im November des vorigen Jahres in einem Interview gesagt, er wisse nicht, ob die Berufung zum Priester immer mit der Berufung zur Ehelosigkeit gekoppelt sein müsse. Faber ist damit Teil einer Debatte, die in der katholischen Kirche seit Jahren schwelt, aber an Personen wie ihm besonders greifbar wird. Wenn er nächstes Jahr das Dompfarramt abgibt, endet nicht seine Arbeit als Priester, wohl aber eine Amtszeit, die für viele in Wien zum Synonym für Präsenz, Offenheit und Reibung geworden ist.

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