Deutschland hat bei der IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft 2026 am Freitag, 22. Mai, Ungarn mit 6:2 besiegt und damit die Hoffnung auf den Einzug ins Viertelfinale am Leben gehalten. Nach dem Sieg steht die Auswahl mit vier Punkten auf Platz 5 der Gruppe A.
Eric Mik brachte Deutschland in der 9. Minute in Führung. Leon Gawanke erhöhte in der Schlussminute des Eröffnungsdrittels auf 2:0, Lukas Reichel legte in der 40. Minute das 3:0 nach, und Samuel Dove-McFalls traf 39 Sekunden später zum 4:0. Gawanke machte mit seinem zweiten Treffer in der zweiten Minute des Schlussabschnitts das 5:0 und schnürte in der 50. Minute mit dem 6:1 den Hattrick. Tamas Sarpatki verkürzte für Ungarn in der 45. Minute auf 1:5, Janos Hari setzte in der drittletzten Spielminute den Schlusspunkt zum 2:6. Deutschlands sechs Tore verteilten sich damit gleichmäßig auf drei Spielabschnitte, ein Zeichen dafür, dass die Mannschaft über die gesamte Partie Druck machen konnte.
Für Deutschland war es der erste WM-Sieg in diesem Turnier. Die diesjährige Weltmeisterschaft läuft seit einer Woche in Zürich und Fribourg, und in der Gruppe A liegen Finnland und die Schweiz derzeit auf den ersten beiden Plätzen. Vor Deutschland und Ungarn liegen auch Lettland und Ungarn mit nur einem Punkt Rückstand auf Deutschland dicht beieinander, was die Lage im Kampf um die Viertelfinalplätze eng hält.
Der Erfolg bringt Deutschland zwar zurück ins Rennen, doch der nächste Abschnitt des Turniers bleibt die eigentliche Prüfung. Die Mannschaft trifft noch auf Österreich und Großbritannien, während Ungarn Partien gegen die Schweiz und die USA vor sich hat. Auch Lettland spielt noch gegen die USA, Großbritannien und Ungarn. Jeder weitere Punkt kann in dieser Gruppe den Unterschied zwischen dem Weiterkommen und dem frühen Ende machen.
Gawankes Hattrick war dabei mehr als nur der auffälligste Einzelauftritt des Abends. Er kam in drei verschiedenen Phasen des Spiels und nahm Ungarn damit immer dann die Luft, wenn ein Anschluss theoretisch noch möglich gewesen wäre. Genau darin lag für Deutschland der Wert dieses 6:2: nicht nur in den Punkten, sondern in der Art, wie die Mannschaft das Spiel über 60 Minuten kontrollierte. Mehr Spielraum bleibt ihr jetzt nicht mehr, und der nächste Auftritt gegen Österreich wird zeigen, ob dieser Sieg der Beginn einer Wende war oder nur eine kurze Atempause.

