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Startaufstellung: Mick Schumacher debutiert im Indy 500 von Platz 27

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wird am Sonntag in Indianapolis zum ersten Mal beim starten. Der Deutsche geht von Startplatz 27 ins berühmteste und gefährlichste Ovalrennen der Welt.

Schumacher sagte, auf dieser Strecke müssten alle Inputs sanft sein. Auf dem 2,5-Meilen-Oval mit fast 390 km/h, Betonwänden ohne Auslaufzonen und -Reifen, die abrupte Lenkbewegungen bestrafen, zählt nicht rohe Aggression, sondern Präzision. Dass er seine europäische Fahrweise als Vorteil sieht, passt zu dieser Aufgabe: Indianapolis verzeiht Fehler nicht, auch wenn Überholen hier leichter sein soll als in der Formel 1.

Der 25-Jährige hat die besondere Eigenart des Rennens schon vorab kennengelernt. Vor dem Debüt in Indianapolis hatte er bereits ein kürzeres Ovalrennen in Phoenix bestritten. Trotzdem bleibt der Sprung groß. Für Schumacher, der sich in der Qualifikation unter 33 Fahrern auf Rang 27 einsortierte, beginnt das Rennen nicht mit einem Angriff auf die Spitze, sondern mit Geduld.

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Genau darin liegt der Kern seiner Strategie. Schumacher sagte, er wolle das Rennen nicht früh anführen, sondern erst ganz am Ende. Wer vorne fährt, verbraucht mehr Kraftstoff, und in Indianapolis kann schon eine Gelbphase die gesamte Taktik umwerfen. Acht oder mehr Boxenstopps sind dort nicht ungewöhnlich. Windschatten, Spritverbrauch und der richtige Moment zum Überholen entscheiden das Rennen oft mehr als reine Geschwindigkeit. Wer zu früh nach vorn geht, zahlt später den Preis.

scheint bei Schumachers Wagen zunächst eher zu viel Abtrieb gewählt zu haben. Das kann auf einem schnellen Oval Stabilität bringen, kostet aber Tempo. In einem Rennen, in dem sich alles um die Balance zwischen Haftung und Höchstgeschwindigkeit dreht, ist das mehr als eine Randnotiz. Es erklärt, warum die Startaufstellung in Indianapolis so wichtig ist: Wer im Verkehr festhängt, verliert nicht nur Positionen, sondern auch die Chance, den eigenen Rhythmus zu finden. Am Sonntag wird sich zeigen, ob Schumachers ruhiger Ansatz und seine Erfahrung aus Europa auf einer Strecke tragen, auf der jeder kleine Fehler teuer werden kann.

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