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Festwochen Eröffnung 2026: Patti Smith prägt die Premiere am Heldenplatz

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Mit an der Spitze haben die am Abend ihre 75. Ausgabe zum ersten Mal auf dem Heldenplatz eröffnet. Das Programm begann um 21.20 Uhr mit dem Hymnus „Oh Wien“ und verband , ein Streichquartett, den Countertenor , politische Reden und norwegischen Black Metal zu einem Auftakt, der auf Zehntausende Besucherinnen und Besucher ausgerichtet war.

Intendant kündigte vorab „viel Action“ an und sagte, die Reden würden wegen der ORF-Ausstrahlung kürzer gehalten. Zugleich versprach er Beiträge und neue Songs „aus dem Iran, aus der Ukraine und aus den USA“ und beschrieb den Abend als Mischung aus „Holzhammer und Kuscheln“. Die Eröffnung sollte um 22.25 Uhr zeitversetzt auf zu sehen sein; auch eine Fassung mit Österreichischer Gebärdensprache war geplant. Zwischen den Musiknummern und den Wortbeiträgen war der kroatische Esoteriker Braco mit seinem stummen „gebende Blick“ angekündigt, was Rau als mögliche „längsten Stille in der Geschichte des ORF“ auf die Schippe nahm.

Auf dem Programm standen neben Smith auch die Singer-Songwriterin , das Indie-Rock-Duo Cari Cari, die ukrainische Sängerin Maritschka Schtyrbulowa, auch Marichka Shtyrbulova genannt, sowie die norwegische Black-Metal-Formation Witch Club Satan. Vor der Eröffnung trat Smith bereits im Theater Akzent auf und erschien auch in der Arena; dort verband sie Songs wie „Ghost Dance“ und „Peaceable Kingdom“ mit Kommentaren zu Donald Trump, den Kriegen im Sudan und im Iran sowie zur Lage der Palästinenser. Für die Festwochen ist die Sängerin gleich dreimal als Ehrengast zusammen mit Schmusechor und der Festwochen-Band Gods Republic vorgesehen.

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Dass die Eröffnung diesmal nicht wie in den vergangenen Jahren am Rathausplatz stattfand, war mehr als ein Ortswechsel. Kulturstadträtin nannte den Heldenplatz einen „unglaublich passenden Ort“, und die Bühne wurde mit Blick auf das Rathaus statt vor der Hofburg aufgebaut. Der Platz trägt historisches Gewicht: Er war Schauplatz von Kriegsanfängen und später auch von Antikriegsdemonstrationen. Genau auf dieser Spannung setzte das Festivalmotto „Republic of Gods“ auf, das den Abend mit seiner Mischung aus Pathos, Pop, Protest und Ironie rahmte.

Die Premiere am Heldenplatz zeigt, wohin sich die Wiener Festwochen unter Rau bewegen: weg von einem feierlichen Empfang und hin zu einem öffentlichen Großereignis, das Kunst, Politik und Spektakel bewusst ineinander schiebt. Ob das Publikum die Härte und die Zärtlichkeit dieses Auftakts gleichermaßen annimmt, wird sich an diesem Abend vor allem an einem Maß zeigen: wie still ein Platz mit Zehntausenden werden kann, wenn Patti Smith singt und der Rest der Stadt zusieht. Mehr dazu unter Wiener Festwochen Eröffnung 2026: Patti Smith prägt Premiere am Heldenplatz.

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