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Timon-pascal Kahofer wechselt überraschend in den deutschen Skisprung-Kader

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gehört künftig zum deutschen Skisprung-Kader. Der 27-Jährige aus Wörgl wurde für die Mannschaft nominiert und ist damit eine der auffälligsten Personalien im Aufgebot.

Der Wechsel kommt nicht wegen eines rein sportlichen Arguments. Kahofer sagte, seine Frau habe in Deutschland mehr Möglichkeiten für den beruflichen Aufstieg, deshalb hätten sie sich gemeinsam für den Umzug entschieden. Der Skispringer ist Sohn eines deutschen Staatsbürgers und besitzt deshalb die doppelte Staatsbürgerschaft.

Kahofer bringt trotzdem eine beachtliche internationale Laufbahn mit. Er verbrachte zehn Jahre beim Österreichischen Skiverband, ging für den ÖSV in vier Weltcup-Wettbewerben an den Start und stand 2020 in Planica bei der Skiflug-WM am Start. Bei der in Lake Placid gewann er mit dem Team Gold und im Einzel Bronze.

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Dass er nun im deutschen Team landet, gilt als die größte Überraschung im Kader. Die doppelte Staatsbürgerschaft vereinfachte den Wechsel nach Angaben aus dem Umfeld, und Kahofer selbst sprach von einer kooperativen und hilfsbereiten Haltung der beteiligten Verbände. In Deutschland wird er in Lehrgangsgruppe 1b eingeordnet; dort betreut die Continental-Cup-Gruppe.

Für den deutschen Verband ist der Zugang damit kein klassischer Neuzugang aus sportlicher Umorientierung, sondern auch ein privater Schritt. Für Kahofer bedeutet er nach zehn Jahren im österreichischen System einen Neustart in einem Team, das ihn schon jetzt in eine Gruppe mit klarer Perspektive einsortiert hat.

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