Füchse Berlin haben in der Daikin Handball-Bundesliga gegen Hannover-Burgdorf nur 30:30 gespielt und damit im Rennen um einen Champions-League-Platz einen wichtigen Punkt liegen lassen. Vor 8.601 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle vergaben die Berliner in der Schlussphase sogar noch den Sieg.
Die Partie begann mit einem besseren Start der Füchse, die nach zwölf Minuten 6:3 führten. Dann drehte Hannover-Burgdorf die Begegnung mit einem 12:7 nach 24 Minuten und nahm ein 15:11 mit in die Pause. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel offen: In der 37. Minute stand es 16:16, ehe Berlin bis zur 50. Minute wieder auf 26:23 davonzog. Doch die Führung reichte nicht. In der 59. Minute glichen die Gäste zum 30:30 aus, und Mathias Gidsel verpasste mit dem letzten Angriff die Entscheidung.
Gidsel war mit neun Treffern zwar erneut der auffälligste Schütze der Füchse, steigerte aber zugleich seinen persönlichen Bundesliga-Bestwert auf 278 Tore. Besonders bitter: Sein siebter Treffer in der 47. Minute hatte den bisherigen Rekord zunächst auf 276 gehoben. Hinter ihm hielt Lasse Ludwig Berlin mit 17 Paraden im Spiel, während Joel Birlehm für Hannover-Burgdorf zwölf Würfe abwehrte. Nils Lichtlein ordnete das Unentschieden nach dem Abpfiff klar ein und sagte sinngemäß, man habe sich das anders vorgestellt, sei mit dem einen Punkt aber noch glimpflich davongekommen und könne sich bei Ludwig bedanken, dass es nicht noch schlimmer geworden sei.
Für die Füchse kam die Punkteteilung zur Unzeit. Sie hatten auf dem Weg in Richtung Königsklasse keine Luft für Ausrutscher, erst recht nicht zu Hause gegen einen Gegner, der ohne Hannes Feise antrat. Der Rückraumspieler fehlte Hannover-Burgdorf, für ihn ist in der kommenden Woche eine Arthroskopie am Knie geplant. Die Gäste setzten in der Schlussphase zudem auf den Sieben-gegen-sechs-Angriff, was Berlin zusätzlich unter Druck brachte. Dass der Tabellenkampf in der Handball Bundesliga so eng bleibt, zeigte dieser Abend deutlich: Ein guter Lauf, ein kurzer Einbruch und ein vergebener letzter Wurf entschieden am Ende darüber, ob die Füchse zwei Punkte mitnehmen oder nur einen.

