Markus Schopp ist zum dritten Mal Cheftrainer des TSV Hartberg. Der 52-Jährige begann seine dritte Amtszeit am Donnerstag, 21. Mai 2026, und sprach um 16:44 Uhr vor den Medien über seine Rückkehr zu dem steirischen Klub, den er bereits zweimal geprägt hat.
Schopp bezeichnete den neuerlichen Schritt als „ein Nachhausekommen“. Er war am Mittwoch verpflichtet worden und sagte, wenn man es gut aufziehe, könne das wieder eine ganz tolle Saison werden. Für Hartberg ist es eine Rückkehr zu einem Trainer, der den Verein schon in zwei früheren Phasen geführt hat: von 2018 bis 2021 und noch einmal von Dezember 2022 bis September 2024.
Die Verpflichtung kam nicht aus dem Nichts. Erich Korherr machte deutlich, dass Schopp die erste Wahl für den Job gewesen sei. Der Klubchef verwies darauf, dass Hartberg für die Zukunft auf viele einheimische Talente setzen wolle. Gerade dafür, sagte Korherr, gebe es in der Steiermark keinen Besseren als Schopp. Er kenne ihn, wisse, wie er ticke und arbeite, und genau das brauche der TSV Hartberg.
Schopp bringt Erfolge mit, an die der Verein gern anknüpfen will. In der Saison 2019/20 führte er Hartberg über die Meistergruppe und die Europa-League-Qualifikation auf einen internationalen Startplatz. Vier Jahre später kam er mit dem Klub erneut auf Rang fünf in der Meistergruppe und erreichte mit 28 Punkten die bis dahin beste Ausbeute der Vereinsgeschichte. Nach seinem ersten Hartberg-Abschnitt arbeitete er 2021 bei Barnsley, zuletzt war er bis April 2025 Trainer und Sportdirektor bei LASK.
Am Donnerstag sprach Schopp auch über die Art, wie Hartberg arbeiten will. Er nannte das Umfeld „total demütig“ und das Personal „sehr bodenständig“. Schon früher, sagte er, sei klar gewesen, in welche Richtung der Verein gehen wollte. Man habe Spieler gesucht, die sich entwickeln können, und bewusst in Ecken gesucht, in denen andere vielleicht nicht suchten. Es sei „total wichtig, seine Nische zu finden“, sagte Schopp. Für den nächsten Schritt müssten nun alle hart arbeiten.
Dass Hartberg dabei wieder auf lokale Kräfte und Entwicklung statt auf große Namen setzen will, passt zur eigenen Klublinie. Vor dem Medienauftritt war der Verein am Wochenende gerade Sechster in der Meistergruppe geworden. Der Neustart mit Schopp ist damit nicht nur eine Rückkehr zu einem vertrauten Trainer, sondern auch ein Versuch, ein bewährtes Modell in die nächste Saison zu tragen. Das Training soll am 22. Juni beginnen.

