Jürgen Heil hat am Sonntag wohl sein letztes Spiel für TSV Hartberg bestritten. Beim 3:1 gegen FC Red Bull Salzburg im Saisonfinale der Bundesliga 2025/26 stand der 29-Jährige noch einmal für den Klub auf dem Platz, für den er fast elf Jahre lang gespielt hat.
Nach der Partie ließ Heil offen, wie es weitergeht. Die Entscheidung solle erst in einer Woche fallen, nach einem gemeinsamen Mallorca-Urlaub des Teams. Auf die Frage, ob das sein Abschied gewesen sei, sagte er: „Das kann sein.“
Gewicht bekommt der Abend nicht nur durch das Ergebnis gegen Salzburg, sondern durch die Haltung des Spielers selbst. Heil machte klar, dass Hartberg große Anstrengungen unternommen habe, um ihn zu halten. Zugleich sagte der polyvalente Mittelfeldspieler, er wolle sich Träume erfüllen und würde es sich in 20 Jahren wohl vorwerfen, wenn er seine Chance nicht ergreife.
Für Hartberg ist die Lage heikel, weil Heils Vertrag ausläuft. Der Klub hat damit nur begrenzten Spielraum, um ihn doch noch zu halten. Präsidentin Brigitte Annerl stellte sich öffentlich gegen einen schnellen Abschied und sagte, sie kämpfe um Heil „wie eine Löwin“. Sie nannte ihn Hartberg und sprach davon, sich zusätzliche Hilfe zu holen, ohne die Namen ihrer Kontakte zu nennen.
Die Zukunft des 29-Jährigen war zuletzt bereits Gegenstand von Spekulationen. Zwischenzeitlich wurde er mit Austria Vienna in Verbindung gebracht, nun hieß es nach Sky-Angaben, Heil stehe unmittelbar vor einem Wechsel zu SK Sturm Graz. Demnach müssten zwischen dem Spieler und dem steirischen Klub nur noch Details geklärt werden.
Damit steht nach fast elf Jahren in Hartberg mehr auf dem Spiel als nur ein Transfer. Heil hat sich noch nicht festgelegt, der Klub hält weiter dagegen, und eine Woche nach dem Mallorca-Trip soll die endgültige Entscheidung fallen. Für Hartberg bleibt damit die Hoffnung, dass der letzte Auftritt im roten Trikot doch nicht der letzte war.

