Schalke gelten laut einem Bericht der österreichischen Zeitung Kurier als Favorit im Rennen um Elias Havel. Der 23 Jahre alte Stürmer aus Österreich hat sich mit einer starken Saison bei TSV Hartberg in den Fokus gespielt, während Schalke unter Miron Muslic den Angriff auf die Bundesliga neu aufbauen will.
Havel spielte seit 2024 auf Leihbasis in Hartberg und erlebte dort in diesem Jahr seinen Durchbruch. In 33 Pflichtspielen kam er auf 16 Tore und vier Vorlagen. Die Zahlen erklären, warum der Name des Angreifers nun bei mehreren Klubs auftaucht. Im österreichischen Oberhaus brachte er es laut Sofascore auf 13,29 xG und lag damit auf Rang zwei der Liga-Rangliste. 55 seiner 71 Abschlüsse kamen aus dem Strafraum, dazu wies ihn die offizielle Datenerfassung der Bundesliga mit 94 Prozent Trefferquote bei kurzen Pässen aus.
Für Hartberg wäre ein Wechsel erst der zweite Schritt. Der Klub will zunächst die Kaufoption ziehen und dafür 300.000 Euro an LASK überweisen. Erst danach dürfte Havel weiterverkauft werden, und dieser Weiterverkauf würde den bisherigen Abgangsrekord des Vereins übertreffen. Die Bestmarke hält bislang Stürmer Maximilian Entrup, der für 1,3 Millionen Euro zu LASK gewechselt ist. Schalke würde also nicht bei einem fertigen Bundesligaspieler einkaufen, sondern bei einem Angreifer, dessen Marktwert gerade erst durch eine Saison mit Substanz entstanden ist.
Genau darin liegt die Spannung dieses möglichen Transfers. Havel ist nicht nur für Klubinteressenten ein Thema, sondern auch für Österreichs Nationalteam. Teamchef Ralf Rangnick will am kommenden Montag den Kader für die Weltmeisterschaft bekannt geben. Sollte Havel dort auftauchen, würde sein Markt noch einmal spürbar wachsen. Für Schalke wäre ein Zuschlag ein weiteres Signal, dass der Umbau unter Muslic nicht nur auf Namen, sondern auf Spielertypen zielt, die sofort helfen sollen. Wer auf Zukunft setzt, muss schnell sein. Das gilt in Gelsenkirchen genauso wie in Hartberg.

