Lesen: Moussa Ndiaye: Kabbaj und Nahimana schreiben in Rabat Geschichte

Moussa Ndiaye: Kabbaj und Nahimana schreiben in Rabat Geschichte

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und haben am Dienstag in Rabat zwei nationale Premieren auf die WTA-Tour gebracht. Kabbaj schlug mit 7-6, 6-3 und wurde damit die erste Marokkanerin seit 2011, die ein Match auf der gewann. Nahimana setzte sich gegen mit 6-3, 7-5 durch und feierte als erste Burundierin einen Sieg über eine Top-100-Spielerin.

Für Kabbaj, die als Nummer 334 geführt wird, war es der nächste Schritt in einer kurzen, aber auffälligen Entwicklung. Die 25-Jährige hatte 2024 in Rabat ihr WTA-Hauptfelddebüt per Wildcard gegeben und im vergangenen Monat in Saint-Malo mit einem Sieg über ihren ersten Erfolg gegen eine Top-100-Spielerin verbucht. Mit dem Erfolg gegen Cengiz wurde sie zudem die vierte Marokkanerin in der Open Era, die ein Match auf Tour-Niveau gewann. Ihre aktuelle Bestmarke im Ranking liegt bei Platz 331.

Nahimana kam mit Rückenwind nach Rabat. Die 22-Jährige ist derzeit Nummer 231 und hatte in den vergangenen zwei Monaten bereits Finaleinzüge bei den W50 in Bujumbura und Platja d'Aro sowie das Halbfinale beim W75 in Zagreb erreicht. Rabat war für sie schon früher ein Ort, an dem sie Geschichte schrieb: 2023 wurde sie dort die erste Spielerin aus Burundi in einem WTA-Hauptfeld, und 2025 holte sie mit einem Sieg über Aya El Aouni den ersten Tour-Level-Erfolg ihres Landes. Der Erfolg über Tomljanovic, dreifache Grand-Slam-Viertelfinalistin, ging nun noch einen Schritt weiter.

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Dass beide Durchbrüche ausgerechnet in derselben Woche in Rabat gelangen, verleiht dem Turnier ein ungewöhnliches Gewicht. Es ist nicht nur ein gutes Ergebnis für zwei aufstrebende Spielerinnen, sondern ein seltener Doppel-Moment für zwei Tennisnationen, die auf der großen Tour bisher kaum Platz hatten. Für Marokko endete damit eine Wartezeit seit 2011, für Burundi kam erstmals ein Sieg gegen eine Spielerin aus der erweiterten Weltspitze hinzu.

Die nächste Frage ist nun, ob Kabbaj und Nahimana diese Ergebnisse in mehr als einzelne Sternstunden verwandeln können. Beide haben in Rabat gezeigt, dass sie auf Tour-Niveau nicht nur mithalten, sondern auch Matches gegen etablierte Namen durchziehen können. Genau daran wird sich messen lassen, wie weit diese Woche über ihren historischen Wert hinausreicht.

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