Deutschland hat bei der Eishockey-WM am Mittwoch, 20.05.2026, gegen die USA mit 3:4 nach Penaltyschießen verloren. Moritz Seider brachte die Auswahl nach genau einer Minute mit 1:0 in Führung, doch am Ende stand die vierte Partie der WM-Gruppenphase trotz dreier deutscher Führungen ohne Sieg.
Isaac Howard glich in der 15. Minute für die USA aus, bevor Max Sasson die Olympiasieger in der 26. Minute mit 2:1 nach vorn brachte. Ein Treffer von Kai Wissmann zählte in der 27. Minute nach Videobeweis wegen Abseits nicht, doch Frederik Tiffels stellte in der 30. Minute auf 2:2 und Marc Michaelis legte drei Minuten später das 3:2 nach. Deutschland hatte damit kurz vor Schluss alles in der Hand, geriet aber in der 55. Minute durch Tommy Novak wieder ins Hintertreffen, ehe die Amerikaner die Partie im Penaltyschießen für sich entschieden.
Für die deutsche Mannschaft ist das Ergebnis ein Rückschlag, weil sie vor dem Duell mit den USA bereits drei Vorrundenspiele verloren hatte und mit nur einem Punkt in die letzten drei Gruppenspiele ging. Gegen Ungarn geht es am Freitag weiter, am Samstag folgt Österreich, am Montag wartet Großbritannien. In dieser Lage zählt jeder Zähler doppelt, weil der Spielraum für Fehler nach der Niederlage gegen die USA kaum noch vorhanden ist.
Gerade die Art des Spiels macht die Niederlage besonders bitter. Deutschland führte früh, kam nach Rückschlägen zweimal zurück und hatte den Olympiasieger mehrfach an der Kette. Zugleich zeigte der aberkannte Treffer von Wissmann, wie schmal die Linie zwischen Hoffnung und Frust an diesem Abend war. Howard bedankte sich nach seinem Ausgleich mit einem knappen „thank you“, während die deutsche Seite nach dem Spiel festhalten musste: „Haben einen Fuß in der Tür“ — mehr aber vorerst nicht.
Nach diesem Spiel bleibt Deutschland mit einem Punkt und drei verbleibenden Gruppenspielen unter Druck. Alles andere als schnelle Antworten gegen Ungarn, Österreich und Großbritannien würde den Weg aus der Vorrunde weiter verengen.

