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Eurofighter Typhoon: Britisches Aufklärungsflugzeug über dem Schwarzen Meer bedrängt

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Russische Kampfjets haben ein britisches Aufklärungsflugzeug über dem Schwarzen Meer nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums gefährlich bedrängt. Eine unbewaffnete RC-135W Rivet Joint der war auf einem routinemäßigen Überwachungsflug zur Unterstützung der Nato unterwegs, als ein russischer Su-35 so nahe herankam, dass Notfallsysteme ausgelöst wurden und der Autopilot ausfiel.

Nach Angaben des Ministeriums führte zudem eine russische Su-27 sechs Tiefflüge direkt vor dem britischen Flugzeug durch, teils in nur sechs Metern Abstand. Verteidigungsminister bezeichnete das Verhalten der russischen Piloten als „dangerous and unacceptable behavior“ und sagte, es schaffe ein ernstes Risiko für Unfälle und eine mögliche Eskalation. Der Vorfall gilt nach britischer Einschätzung als der gefährlichste dieser Art seit September 2022, als ein russischer Pilot über dem Schwarzen Meer eine Rakete an einem britischen Rivet-Joint-Flugzeug vorbeigeschossen haben soll.

Die RC-135W Rivet Joint zählen zu den wichtigsten elektronischen Aufklärungsmaschinen der britischen Luftwaffe. Sie sammeln Daten zu Radar, Kommunikation und Waffensystemen und werden regelmäßig in der Nähe russischer Militärräume eingesetzt. Genau diese Rolle macht sie zu einem ständigen Ziel für riskante Annäherungen, doch die jüngste Begegnung hebt sich selbst von früheren Zwischenfällen ab, weil sie technische Systeme des britischen Flugzeugs direkt beeinträchtigte.

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Der Widerspruch ist damit offenkundig: Während London den Einsatz als Routineflug im Rahmen der Nato darstellt, griffen russische Jets ihn nach britischer Darstellung mit einer Manövrierweise an, die ein Fehlurteil oder eine Kollision in Kauf nahm. Für die britische Regierung ist das nicht nur eine weitere Provokation, sondern ein Vorfall, der die Schwelle zwischen Einschüchterung und einem echten Zwischenfall gefährlich verkürzt.

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