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Pensionserhöhung 2027: Regierung einigt sich auf gestaffelte Anpassung

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ÖVP, SPÖ und Neos haben sich auf die geeinigt. Die Ausgleichszulage steigt dabei um 3,3 Prozent, Pensionen bis 6.930 Euro brutto im Monat werden um 2,95 Prozent angehoben, und noch höhere Bezüge erhalten einen Fixbetrag von 204,44 Euro.

Die Ausgleichszulage liegt derzeit bei 1.308 Euro im Monat. Mit der neuen Staffelung will die Regierung im kommenden Jahr 280 Millionen Euro bei den Pensionen einsparen, steckt aber trotzdem 2,4 Milliarden Euro in die nächstjährige Pensionserhöhung. Die Regierung bezeichnete die Einigung als „eine ausgewogene und verantwortungsvolle Lösung“ und sprach von einer „tragfähige Balance zwischen sozialer Absicherung, Generationengerechtigkeit und budgetärer Verantwortung“.

Der Beschluss folgt auf einen Streit über die Frage, wie stark Pensionen in Zeiten knapper Budgets steigen sollen. Heuer erhielten sämtliche Pensionen bis 2.500 Euro brutto im Monat die Inflation voll abgegolten. Ab dieser Grenze gab es für dieses Jahr nur einen Fixbetrag von 67,50 Euro. Die neue Regelung setzt diese Linie fort, verschiebt den Schwerpunkt aber stärker auf die unteren und mittleren Bezüge.

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Die Staffelung ist politisch heikel, weil frühere Modelle laut Kritik zu ungleichen Erhöhungen geführt haben. Laut dem haben die Mindestpensionen seit 2005 deutlich an Kaufkraft gewonnen, während höhere Bezüge real an Wert verloren. Genau an diesem Spannungsfeld setzt die Einigung nun an: Sie entlastet kleinere Pensionen stärker, bremst aber die Erhöhungen an der Spitze deutlich ab. Für Pensionistinnen und Pensionisten mit Einkommen nahe der Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 Euro im Monat bedeutet das einen spürbar kleineren Zuwachs als bei der Ausgleichszulage.

Damit ist die Richtung für 2027 klar. Die Regierung will die Pensionen nicht pauschal voll anheben, sondern nach Höhe der Bezüge staffeln — und sie akzeptiert dabei, dass die stärkste Unterstützung jenen mit den niedrigsten Einkommen zufließt.

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