Lesen: Eishockey: Deutschland stürzt mit 1:6 gegen Schweiz in die Krise

Eishockey: Deutschland stürzt mit 1:6 gegen Schweiz in die Krise

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Deutschland ist bei der mit einem 1:6 gegen die abgestürzt und hat damit die höchste Niederlage gegen den Nachbarn seit 89 Jahren kassiert. Für die Mannschaft von kommt der Rückschlag zur schlechtesten Phase des Turniers: Am Mittwoch um 20.20 Uhr gegen die USA braucht das Team einen Sieg, wenn der Weg ins Viertelfinale noch offen bleiben soll.

Es war bereits die siebte WM-Niederlage in Serie für Deutschland, die erste solche Serie seit 1994/95. Nach 180 WM-Minuten stehen erst zwei eigene Tore auf dem Konto, und auch in den Special Teams war der Abend in Zürich ein Desaster: ein Gegentor in der Unterzahl-Phase, fünf Gegentore insgesamt in numerischer Unterlegenheit und ein 0:6 in der Bilanz, ohne dass Deutschland selbst in diesem Abschnitt ein Tor erzielte. Die USA sind Olympiasieger und Titelverteidiger; gegen sie muss die Mannschaft nun die Wende erzwingen.

Kreis, der im Dezember seinen Vertrag um ein Jahr bis zur Heim-WM verlängert hatte, steht damit auch mit Blick auf seine Zukunft als Trainer unter Beobachtung. Das Turnier in Mannheim und Düsseldorf gilt als wichtiger Gradmesser für seine Perspektive, und der 67-Jährige erlebt gerade eine Woche, in der aus jeder Partie eine Standortbestimmung wird. Vor der Niederlage gegen die Schweiz kamen die Enttäuschungen schon mit dem Olympia-Dämpfer in Mailand und dem Vorrunden-Aus im Vorjahr zusammen.

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Nach dem 1:6 kam das Team am Mittag im Hotel in Regensdorf zu einer Besprechung zusammen, das Training wurde gestrichen. sagte, es schade nicht, jetzt einmal einen Tag vom Eishockey wegzukommen und durch die Stadt zu laufen. forderte, die Köpfe freizubekommen, und sprach davon, dass alles besser werden müsse, vom Powerplay über das Unterzahlspiel bis zum Aufbau und der Passqualität. brachte die Ursache des Einbruchs auf drei Minuten und 30 Sekunden: Die Partie sei in diesem kurzen Abschnitt mit den ersten drei Gegentoren verloren gegangen. Es war zugleich sein 100. Länderspiel, und gerade von ihm kam der Satz, der die Lage am klarsten beschreibt: Dieser Killerinstinkt muss kommen.

Die eigentliche Sorge reicht über ein einzelnes Resultat hinaus. Drei Jahre nach Silber in Tampere ist die Mannschaft in Zürich auf einem neuen Tiefpunkt angekommen, und die Formkurve passt nicht zu einem Team, das das Viertelfinale als Ziel ausgegeben hat. Auch die personelle Lage hilft nicht weiter: Tiffels verwies darauf, dass einige Topspieler mit viel Qualität fehlen. fasste die Instabilität so zusammen, dass schon eine kleine Sache genüge, damit das Kartenhaus zusammenbricht. Für Deutschland bleibt vor dem Duell mit den USA nur noch die Chance, aus einem Do-or-die-Spiel wieder ein Turnier zu machen.

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