Mio Backhaus steht offenbar vor dem nächsten Schritt seiner Karriere. Eine aktualisierte Fassung eines Berichts machte am Mittwoch deutlicher, dass ein Wechsel des 22-Jährigen vom SV Werder Bremen zum SC Freiburg immer wahrscheinlicher wird. Laut Bild ist der Transfer beinahe abgeschlossen und könnte in den kommenden Tagen offiziell werden.
Für Werder wäre der Deal finanziell außergewöhnlich. Der Club könnte für Backhaus mindestens 15 Millionen Euro bekommen, dazu weitere 3 Millionen Euro an leistungsbezogenen Boni. Das wäre für Freiburg ein neuer Rekordbetrag. Backhaus hatte in einer schwachen Bremer Saison trotzdem zu den wenigen Lichtblicken gezählt und in 32 Partien fünf Zu-Null-Spiele geschafft. Sein Marktwert stieg dabei von 2 Millionen Euro auf 12 Millionen Euro.
Der Abschied würde auch zu dem passen, was sich schon seit Wochen andeutete. Backhaus war mit mehreren Clubs aus England in Verbindung gebracht worden, am besten standen Newcastle United und Brighton & Hove Albion im Rennen. Nun spricht vieles dafür, dass Freiburg den Zuschlag erhält. Für den Club könnte der Zugang zugleich auf einen möglichen Abgang von Noah Atubolu hindeuten.
Bei Werder kommt der mögliche Verkauf nicht überraschend, weil der Kader längst nach Alternativen durchsucht wird. Karl Hein gilt bereits als denkbare Lösung im eigenen Team. Der 24 Jahre alte estnische Nationaltorhüter war im Sommer 2025 von Arsenal ausgeliehen worden, und Werder soll kurz davorstehen, die Kaufoption über 3 Millionen Euro zu ziehen. Hein kam in Bremen bislang nur zweimal zum Einsatz, im Herbst 2025 beim 0:4 in München und beim 1:0 gegen den FC St. Pauli.
Backhaus hatte seinen Wert ausgerechnet in einer Saison gesteigert, in der Werder defensiv kaum Stabilität fand und 60 Gegentore in der Bundesliga kassierte. Am 18.05.2026 zeigte er nach dem 0:2 im letzten Saisonspiel gegen Borussia Dortmund sichtbare Emotionen. Der nächste bundesweite Marktwert-Update am 27. Mai könnte seinen Wert noch einmal nach oben ziehen, falls der Transfer bis dahin schon vollzogen ist.
Für Werder wäre der Deal ein sauberer Schnitt mit Aussicht auf viel Geld, für Freiburg ein Rekordgriff und für Backhaus der nächste Karriereschritt. Genau diese Mischung erklärt, warum der Wechsel gerade jetzt an Tempo gewinnt.

