Lesen: Europa League Sieger und der Weg in die Champions League 2026/27

Europa League Sieger und der Weg in die Champions League 2026/27

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Der Gewinner der Europa League 2025/26 ist automatisch für die Ligaphase der nächsten Champions League qualifiziert. Muss der Europa-League-Sieger aber auch über die heimische Liga in die Königsklasse einziehen, vergibt die UEFA den frei werdenden Platz neu — und genau dieser Fall kann in dieser Saison wieder Bedeutung bekommen.

UEFA schreibt vor, dass dann der Club mit dem besten individuellen Koeffizienten unter den Teams in der Champions-League-Qualifikation direkt in die Ligaphase aufrückt. Kein Team darf dabei in der Aufstiegsreihenfolge an einem anderen vorbeiziehen, außer es ist der höchstrangige Verein aus seinem Land, der noch nicht direkt für die Ligaphase qualifiziert ist. Das machte der Verband zuletzt am Montag, 18. Mai um 9 Uhr MEZ deutlich.

Die Zahl hinter dieser Regel ist wichtig, weil sie im neuen Wettbewerbsformat nach 2024 noch stärker zählt als früher. UEFA betont, dass der Fünfjahres-Koeffizient im europäischen Klubfußball deutlich mehr Gewicht bekommen hat. Unter den Clubs, die derzeit auf dem Weg über die Champions-League-Qualifikation sind, führt die Koeffizientenliste des Verbands an.

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Die jüngste Saison zeigte, dass die Regel nicht nur Theorie ist. In 2024/25 gewann die Europa League, war über die heimische Liga aber nicht für einen europäischen Wettbewerb qualifiziert. Deshalb musste UEFA den frei werdenden Platz nicht neu vergeben. Anders lag der Fall 2023/24: gewann die Europa League und hatte sich bereits einen Champions-League-Platz für 2024/25 über die Liga gesichert.

In dieser Reweighting-Situation erhielt damals einen automatischen Platz in der Champions-League-Gruppenphase. Sporting CP, das in der portugiesischen Liga Zweiter wurde, wäre zunächst über die Qualifikation gekommen und würde den zusätzlichen Ligaphasenplatz übernehmen, falls eine solche Neuverteilung erneut nötig wird. Die Grundlogik ist klar: Der Europa-League-Sieger bekommt den direkten Sprung, doch wenn dieser Sprung schon über die Liga abgegolten ist, rückt nach Koeffizienten und Rangordnung der nächste berechtigte Club nach.

Für 2025/26 heißt das: Der Titel in der Europa League ist nicht nur ein Pokalgewinn, sondern zugleich ein möglicher Abkürzungsweg in die . Wer den Wettbewerb gewinnt und zugleich national stark genug abschneidet, kann einen Platz freimachen, der dann nach UEFA-Regeln neu verteilt wird. Genau diese Konstellation macht den europa league sieger in diesem Frühjahr zu mehr als nur einem Titelträger — er kann die gesamte Zuordnung der Ligaphasenplätze verschieben.

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