Lesen: Martinez Torwart und Emery setzen auf die Psychotricks vor dem Finale

Martinez Torwart und Emery setzen auf die Psychotricks vor dem Finale

Veröffentlicht
2 Min. Lesezeit
Anzeige

Emiliano Martínez sitzt wieder dort, wo ihn viele Gegner am liebsten nicht sehen: direkt neben seinem Trainer bei der obligatorischen Pressekonferenz vor einem großen Spiel. Der Torwart von setzt erneut auf seine ungewöhnliche Mischung aus Selbstinszenierung und psychologischem Druck, diesmal vor dem Europa-League-Finale. , sein spanischer Coach, lässt ihn gewähren.

Martínez, 33, wird seit Jahren als mehr als nur ein starker Schlussmann beschrieben. Sein Rezept ist einfach und auffällig zugleich: Er rückt in den Tagen vor den wichtigsten Partien eng an den Trainerstab heran, sitzt neben dem Coach auf dem Podium und versucht, das Gegenüber aus dem Tritt zu bringen, während er die eigene Mannschaft stärkt. Dass Emery ihm dabei vertraut, ist kein Nebensatz, sondern der Kern der Geschichte. Der Spanier wirkt bereit, Martínez’ unkonventionelle Methoden nicht nur zu dulden, sondern als Teil des Gesamtplans zu akzeptieren.

Die Taktik ist nicht neu. Martínez hat sie schon bei Argentiniens großen Erfolgen eingesetzt, vor der , beim Weg zum Weltmeistertitel 2022 und noch einmal bei der . Jedes Mal stand die gleiche Botschaft im Raum: Der Torwart will nicht nur Bälle halten, sondern auch die Stimmung vor einem Spiel beeinflussen. Für Gegner ist das schwer zu übersehen. Für seine eigenen Mitspieler offenbar auch nicht.

- Advertisement -

Dass Aston Villa diese Seite seines Torhüters weiter mitträgt, passt zu der Rolle, die Martínez in Birmingham inzwischen hat. Nach dem Einzug in die Champions League wurde er im Trainingslager mit seiner Tochter gezeigt, ein Bild, das den privaten und sportlichen Stellenwert des Argentiniers gleichermaßen unterstreicht. Sein Vertrag läuft bis 2029, und der Klub hat damit einen Spieler gebunden, den viele Spitzenvereine in der Vergangenheit haben wollten, der aber derzeit fest in Birmingham verankert ist.

Die Spannung liegt weniger darin, ob Martínez wieder auffällt. Das tut er. Die eigentliche Frage ist, wie weit Emery bereit ist, seinen Torwart als psychologische Waffe einzusetzen, wenn die Spiele noch größer werden. Bislang spricht alles dafür, dass Aston Villa genau diesen unbequemen Vorteil nicht aufgeben will.

Anzeige
Diesen Artikel teilen