Der Film- und Fernsehschauspieler Alexander Held ist tot. Der aus Serien wie München Mord und Stralsund bekannte Darsteller starb bereits vergangenen Dienstag im Alter von 67 Jahren überraschend nach kurzer Krankheit. Der TV-Produzent Sven Burgemeister teilte den Tod mit.
Held lebte zuletzt im österreichischen Erl in Tirol. Er gehörte über zehn Jahre lang zu den prägenden Gesichtern zweier ZDF-Samstagskrimireihen und spielte in Stralsund den Kriminalhauptkommissar Karl Hidde, in München Mord den Kriminalhauptkommissar Ludwig Schaller. Für das Publikum blieb er damit einer jener Schauspieler, deren Namen nicht immer auf den ersten Blick fielen, deren Rollen aber vielen vertraut waren.
Burgemeister, mit dem Held bei mehr als 30 Filmen zusammenarbeitete, würdigte den Freund in bewegten Worten: „Als Freund und Produzent war Alexander Held ein Geschenk: ein Mensch, ein Gentleman, ein Herr mit Feinsinn, Witz und großer Zuwendung.“ Und er fügte hinzu: „Er wird uns allen unglaublich fehlen. Alexander bleibt für immer ein Held für mich.“
Helds Karriere hatte früh begonnen und führte ihn über ganz unterschiedliche Stationen. Von 1968 bis 1970 war er Solosänger bei den Regensburger Domspatzen. Als Jugendlicher stand er für 1860 München im Tor und gewann mit den Löwen fünfmal die Jugendmeisterschaften. Nach seiner Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule begann er 1980 an den Münchner Kammerspielen, später folgten Engagements an der Freien Volksbühne Berlin, am Staatsschauspiel Hannover und bei den Salzburger Festspielen.
1993 feierte Held sein Filmdebüt in Derrick. Danach spielte er in einer Reihe bekannter Produktionen mit, darunter Sophie Scholl - Die letzten Tage, Der Schuh des Manitu und Der Untergang. Auch internationale Produktionen wie Schindlers Liste gehörten zu seinem Werk. Bis zuletzt blieb er im Fernsehen präsent.
Der Verlust trifft auch deshalb, weil Held 2014 bereits seine Frau Patricia Fugger verloren hatte. Die Schauspielerin starb im Alter von 51 Jahren. Held hatte ihr nach ihrem Tod den Bayerischen Fernsehpreis als bester Serien-Darsteller gewidmet. Mit seinem Tod verliert das deutsche Fernsehen einen Schauspieler, der über Jahrzehnte verlässlich präsent war und dessen Rollen über einzelne Formate hinausreichten.

