Steven van der Sloot sollte ADO Den Haag ursprünglich ablösefrei verlassen, doch nach dem Absturz von Fortuna Düsseldorf aus der 2. Bundesliga ist sein geplanter Wechsel plötzlich offen. Der Verteidiger will nicht zu dem Klub gehen, bei dem Sven Mislintat als Direktor arbeitet.
Fortuna Düsseldorf verlor an diesem Wochenende das direkte Duell mit Greuther Fürth und rutschte wegen der Tordifferenz aus der 2. Bundesliga. Nach 15 Minuten lag Düsseldorf schon 2:0 zurück, vor der Pause fiel das 3:0, und damit war das Spiel entschieden. Fürth brauchte einen Sieg mit drei Toren, um aus der direkten Abstiegszone zu kommen, und genau das gelang.
Dass Düsseldorf nun unterklassig spielt, verändert auch die Lage um Van der Sloot. Der Verein war als möglicher neuer Arbeitgeber des 22-Jährigen gesehen worden, doch der Abstieg kann seine Entscheidung kippen. Bei ADO Den Haag hofft Technischer Direktor Mark Wotte weiter, den Spieler zu halten. Der Klub arbeitet zugleich daran, die Verträge von Daryl van Mieghem zu verlängern und das Abkommen mit Jari Vlak wieder zu öffnen. Vlak ist noch bis Mitte 2027 gebunden.
Für ADO geht es damit nicht nur um einen einzelnen Wechsel, sondern um die Frage, wie viele Leistungsträger der Klub nach der Saison binden kann. Van der Sloot, van Mieghem und Vlak gelten als drei zentrale Namen, die Den Haag gern in der Eredivisie halten würde. Dass ausgerechnet Düsseldorfs sportlicher Rückschlag diesen Plan beeinflussen könnte, zeigt, wie schnell sich ein eigentlich vorbereiteter Transfer drehen kann.
Die nächste Entscheidung liegt nun bei Van der Sloot und seinem Umfeld: Bleibt er in Den Haag, oder wird der freie Abgang doch noch zu einer längeren Verhandlung, weil sich der Markt nach dem Abstieg von Fortuna Düsseldorf verschoben hat?

