SV Waldhof Mannheim steuert offenbar auf einen Trainerwechsel zu. Luc Holtz soll den Drittligisten nach nur einem Jahr verlassen, während Orest Shala als möglicher Nachfolger diskutiert wird.
Shala, 34 Jahre alt, sitzt derzeit bei Mafra in Portugals dritter Liga auf der Bank. Sein Vertrag dort läuft am Saisonende aus. Genau das macht ihn für Waldhof zu einer realistischen Option, während der Club vor dem badischen Landespokal-Finale am Samstag eine neue Lösung für die nächste Saison sucht.
Die Personalie gewinnt an Gewicht, weil Shala nach übereinstimmenden Hinweisen bereits vor zwei Wochen in Mannheim gewesen sein soll, um sich die Bedingungen anzusehen. Außerdem soll er auch im Stadion beim Heimspiel gegen SSV Jahn Regensburg gewesen sein. Waldhof äußerte sich zu den Spekulationen nicht. Gerhard Zuber war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.
Shala ist in Mannheim kein Unbekannter mehr. Er machte seine ersten Trainer-Schritte in der Jugendabteilung von Union Berlin. Dass der Name nun in Zusammenhang mit Waldhof fällt, passt auch zu der Lage beim Club: Holtz hatte sich demnach schon im Winter mit einem Vereinswechsel beschäftigt, nun verdichten sich die Hinweise auf einen Abschied nach einer kurzen Amtszeit.
Dass ausgerechnet jetzt Bewegung in die Trainerfrage kommt, ist für Waldhof vor dem Pokalfinale mehr als nur Begleitmusik. Der Club muss nicht nur das Saisonende ordnen, sondern zugleich die Weichen für die nächste Spielzeit stellen. Die Informationen zu Shala wurden nach Darstellung des Berichts auch von Kicker und der Rheinpfalz aufgegriffen. Damit bekommt die Spur nach Portugal und zurück nach Mannheim zusätzliches Gewicht.
Offen bleibt vor allem, ob Waldhof den Wechsel zügig vollzieht oder erst nach dem Finale Klarheit schafft. Für den Moment spricht vieles dafür, dass die Suche nach einem neuen Trainer bereits weit fortgeschritten ist.
