Fortuna Düsseldorf ist nach dem 0:3 in Fürth in die 3. Liga abgestiegen. Mit der Niederlage am Sonntag endete für den Traditionsclub eine Saison, die mit dem Anspruch eines Aufstiegskandidaten begonnen hatte und nun nach 17 Jahren in den ersten beiden Ligen mit dem bitteren Gang nach unten endet.
Sportvorstand Sven Mislintat brachte die Wucht des Absturzes mit einem Satz auf den Punkt: „Das verändert alles.“ Vorstandsboss Alexander Jobst sprach von einer „knallharte Analyse“ und sagte über den Sprung von der zweiten in die dritte Liga: „Die Fallhöhe zweite Liga zu dritter Liga ist enorm und die wird natürlich eine Tragweite mit sich bringen, die ich heute hier noch nicht nennen kann.“ Er fügte hinzu: „Aber wir müssen natürlich jetzt knallharte Schlüsse treffen.“
Der Abend in Fürth war für Fortuna nicht nur sportlich ein Endpunkt, sondern auch ein emotionaler Bruch. Torhüter Florian Kastenmeier, dessen Vertrag mit 28 Jahren ausläuft, weinte nach dem Spiel und war der einzige Spieler, der von den mitgereisten Fans persönlich beklatscht wurde. Später sagte er, er sei bereit, wenn sich im Klub etwas ändere: „Es müssen sich gewisse Sachen verändern, grundlegende Dinge, personelle Sachen, und dann bin ich auf jeden Fall bereit.“
Dass es so weit kommen konnte, ist auch Folge eines Jahres, in dem Fortuna nie wirklich Stabilität fand. Der Verein war als Kandidat für den Aufstieg gestartet, ging dann aber mit einem schlecht zusammengestellten Kader, einer schwachen Wintertransferperiode und drei erfolglosen Trainern innerhalb weniger Monate durch die Saison. Mislintat kam im Dezember 2025 zum Klub, doch auch unter ihm ließ sich der Absturz nicht mehr aufhalten.
Nun steht Fortuna vor einer Zäsur, die weit über die Mannschaft hinausgeht. Im Klub werden Fragen nach TV-Geld, Personal, Sponsoren und einem möglichen Kaderbudget für die kommende Saison gestellt. Mislintat sagte, es werde in der 3. Liga wohl „fast gar keinen Kader“ geben, Jobst machte klar, dass die finanziellen und sportlichen Folgen erst noch vollständig zu beziffern seien. Für Düsseldorf beginnt nach dem Sonntag nicht nur eine neue Liga, sondern ein Umbau unter Druck.

