Arsenal hat in dieser Saison in allen Wettbewerben noch keine Rote Karte kassiert. Nach dem 0:0 bis zum gestrigen Spiel gegen Burnley stand die Bilanz des Londoner Clubs bei 61 Partien ohne Platzverweis, und auch nach dem 37. Premier-League-Spieltag bleibt die Null bei Rot bestehen.
Dennoch wurde es für die Mannschaft von Mikel Arteta in Burnley noch einmal eng. Kai Havertz entging mit einer spektakulären Grätsche nur knapp einer Unterzahl, woraufhin Arteta ihn direkt aus dem Spiel nahm. Der Moment passte nicht zu Arsenals bisheriger Saisonbilanz, zeigte aber, wie schnell die Serie hätte enden können.
Die Zahl ist für Arsenal deshalb so bemerkenswert, weil der Klub vor einem Jahr noch ganz anders dastand. In der vergangenen Premier-League-Saison wurden die Gunners in 38 Ligaspielen sechs Mal vom Platz gestellt. Merino, Rice und Trossard sahen jeweils zweimal Gelb, William Saliba flog mit Rot direkt vom Platz, und Miles Lewis-Skelly kassierte sogar zwei direkte Platzverweise.
In diesem Jahr ist das Bild das Gegenteil. Arsenal blieb in der Champions League 14 Spiele lang ohne Platzverweis, im League Cup in sechs Partien und im FA Cup in vier Spielen ebenfalls. Zusammen ergibt das die makellose Bilanz von 61 Spielen ohne Rote Karte in dieser Saison. Zugleich liegt die Warnstufe bei den Verwarnungen weiter hoch: Viktor Gyökeres, Jurrien Timber und Riccardo Calafiori stehen jeweils bei fünf Gelben Karten, Gabriel Magalhães, Mosquera und Zubimendi bei vier.
Der Kontrast zur Vorsaison ist damit klar. Arsenal hat seine Disziplin spürbar verbessert und hält sich in dieser Spielzeit bislang aus den Situationen heraus, die im Vorjahr Punkte, Rhythmus und Personal gekostet haben. Gerade deshalb wirkte Havertz’ Beinahe-Fehler in Burnley wie eine Erinnerung daran, wie dünn die Linie bleibt, auf der diese Serie steht.

