Annette, 60, hat auf dem Auftakt von „Bauer sucht Frau – International“ offen gemacht, was sie sich von ihrem Leben in Kanada wünscht: Sie sei allein in ihrem Haus und würde das gern mit jemandem teilen. Die frühere Polizistin, die vor zehn Jahren nach Kanada zog, sagte in der ersten Folge der achten Staffel am Montagabend auch, sie könne sich durchaus eine Dreierbeziehung vorstellen.
„Ich war bisher in meinem Leben zweimal mit Männern verheiratet, hatte aber auch schon Beziehungen mit Frauen. Und irgendwie war beides nicht so das ganz Richtige. Aber ich konnte auch keinen ganz ausschließen“, sagte Annette. Dass sie mit dieser Offenheit in das Format geht, ist kein Randdetail, sondern der Kern ihres Auftritts: Sie sucht nicht nur einen Partner, sondern ein Modell, das zu ihrem Leben auf dem Land passt.
Die 60-Jährige lebt auf einem 24 Hektar großen Hof nahe Halifax an der kanadischen Ostküste. Den Hof kaufte sie 2015 ungesehen im Internet. Heute hält sie dort Hühner und Ziegen und verkauft Eier. Ihre Einladung ging an Silvio aus Hamburg und Andrea aus Dresden, beide 57 Jahre alt. Silvio arbeitet als Handwerker, Andrea ist Hundezüchterin.
Annette beschrieb die Begegnung mit den beiden Kandidaten als unmittelbar herzlich. „Ich hatte gleich das Bedürfnis, sie in den Arm zu nehmen“, sagte sie. Über Silvio meinte sie: „Er strahlt die ganze Zeit.“ Andrea und sie sah sie weniger als Konkurrenz denn als Ergänzung: „Ich tue mich schwer, das als Konkurrenz zu sehen. Für mich ist das eher die perfekte Ergänzung.“
Genau darin liegt aber auch die Spannung des Abends. Annette sprach offen aus, dass sie sich eine Dreierbeziehung vorstellen könne, doch Andrea stellte klar: „Eine Dreierbeziehung kommt für mich gar nicht infrage.“ Silvio reagierte mit einem Scherz: „Vielleicht bin ich ja der Hahn im Korb mit zwei Mädels.“ Damit war gleich zu Beginn der Staffel sichtbar, dass die Suche auf dem Hof nicht nur um Zuneigung geht, sondern auch darum, ob drei sehr unterschiedliche Vorstellungen von Beziehung zusammenpassen können.
Für Annette ist die Sache trotzdem nicht als Wette auf ein ungewöhnliches Liebesmodell angelegt, sondern als Suche nach einem Alltag, der nicht mehr nur aus Arbeit und Alleinsein besteht. Sie sagte, sie könne sich vorstellen, dass auch die beiden im Laufe der Zeit auf ihrem Hof vielleicht zu dem Gedanken kämen, dass diese Lösung „gar nicht die schlechteste“ sei. Ob sich daraus auf dem Hof bei Halifax mehr ergibt als ein offenes Gespräch, entscheidet sich jetzt in den kommenden Folgen der achten Staffel von „Bauer sucht Frau – International“.

