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Autobombe in Damaskus tötet Soldaten und verletzt 18 Syrer

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In Damaskus hat am Dienstag eine Autobombe in der Nähe eines Gebäudes des syrischen Verteidigungsministeriums im Stadtteil Bab Sharqi explodiert. Bei dem Anschlag wurde ein Soldat getötet, mindestens 18 weitere Menschen wurden verletzt.

Das Verteidigungsministerium teilte die Opferzahlen über die staatliche Nachrichtenagentur mit. bestätigte dort, dass die Verletzten in Krankenhäuser gebracht wurden. Nach der Detonation waren Schüsse zu hören, mehrere Fahrzeuge gerieten in Brand oder wurden beschädigt, und Rettungskräfte in Krankenwagen eilten zum Explosionsort.

Der Sprengsatz detonierte nicht allein. Soldaten hatten zuvor in der Umgebung einen anderen Sprengsatz entdeckt und versucht, ihn zu entschärfen. Währenddessen explodierte das mit Sprengstoff beladene Fahrzeug in unmittelbarer Nähe. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst keine Gruppierung.

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Sicherheitskräfte riegelten das betroffene Gebiet weiträumig ab. Mehrere junge Männer wurden festgenommen, als sie versucht hatten, Fotos vom Ort des Geschehens zu machen. Die Behörden leiteten Ermittlungen ein, um die Hintergründe zu klären.

Der Angriff fällt in eine Phase, in der die Sicherheitslage in Syrien trotz des offiziellen Endes des Bürgerkriegs weiter angespannt bleibt. Damaskus gilt wegen der dort sitzenden zentralen Regierungseinrichtungen weiterhin als mögliches Ziel für Anschläge. Der Vorfall zeigt, wie schnell selbst stark gesicherte Bereiche der Hauptstadt ins Visier geraten können.

Für die Menschen in Bab Sharqi bleibt vorerst nur die Spur eines Tages, an dem ein Sicherungsversuch in eine Explosion umschlug. Ob der zweite Sprengsatz und das Fahrzeug Teil eines koordinierten Angriffs waren, dürfte nun die entscheidende Frage der Ermittler sein.

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