Wellingtons Küstenbewohner durften am Dienstag in ihre Häuser zurückkehren, nachdem Wellen von bis zu 11 Metern die Küste der Hauptstadt getroffen hatten. Die Erleichterung kam jedoch mit einer klaren Warnung: Wer am Wasser lebt, soll die nächste Flut genau im Blick behalten.
Genau deshalb wird die Lage in Wellington heute gesucht und gelesen. Der Sturm hatte die Küste nicht nur mit gewaltigem Seegang getroffen, sondern auch mit Böen von fast 100 Kilometern pro Stunde; an der Ostküste wurden in Cape Turnagain sogar 137 Kilometer pro Stunde gemessen. Für die Region bleibt die Heavy Swell Warning für Wairarapa bis morgen um 12 Uhr mittags in Kraft.
Susana, die in der Hauptstadt zu den Befragten gehörte, stand für viele der Menschen, die sich nach der Rückkehr erst einmal neu orientieren mussten. Dass sie wieder heimkonnten, bedeutet nicht, dass die Gefahr schon vorbei ist. Die Warnung vor der nächsten Flut macht deutlich, dass sich die Bedingungen zwar gebessert haben, die Küste aber weiter unter Druck steht.
Offen bleibt, wie viele Menschen tatsächlich aus ihren Häusern mussten und ob es Schäden an Wohnhäusern gab. Das ändert nichts an der Dringlichkeit des Tages: Wer an Wellingtons Küste lebt, hat nur eine kurze Atempause, bevor die nächste hohe Tide die Lage erneut auf die Probe stellen kann.
Abseits des Wetters bleibt Wellington auch aus anderen Gründen im Blick. Die Parliamentary Library, eines der ikonischsten und ältesten Gebäude der Stadt, steht seit mehr als einem Jahrhundert neben dem Parlament. In Christchurch suchen Kuratoren der Art Gallery zugleich nach Gemälden, die seit Jahrzehnten nicht öffentlich zu sehen waren, als Teil der Vorbereitungen für eine Ausstellung, die als die bislang umfassendste zu Kahukiwas Werk erwartet wird.

