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Höhle auf den Malediven: Fünf Italiener sterben bei Tauchgang

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Auf den Malediven sind bei einem Tauchgang in einer Unterwasserhöhle fünf italienische Taucher ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich am Donnerstag am Tauchplatz Devana Kandu im Vaavu Atoll, südlich von Malé, und die Behörden fanden am Montag die letzten vier Opfer tief im Höhlensystem.

Unter den Toten sind , eine Ökologieprofessorin der , die 22 Jahre alte , die Forschungsassistentin , der Meeresbiologe und der Tauchlehrer vom Tauchboot Duke of York. Bis Montag war nur Benedettis Leichnam geborgen worden. Die Gruppe war auf einer einwöchigen Reise mit rund 20 weiteren Passagieren unterwegs.

Nach Angaben aus dem Umfeld der Universität Genua waren einige Mitglieder der Gruppe auf einer wissenschaftlichen Reise, um Meeresökosysteme zu untersuchen. Der tödliche Tauchgang selbst sei jedoch privat gewesen, teilte die Universität mit. Die Italiener reisten den Angaben zufolge seit mehreren Jahren regelmäßig für Forschungsarbeiten auf die Malediven. Zugleich hatte ein Teil der Gruppe eine Genehmigung für Tauchgänge bis zu 50 Metern Tiefe.

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Gerade dieser Punkt rückt nun in den Mittelpunkt. Die Behörden erklärten, der Antrag habe wesentliche Angaben gefehlt; nicht alle fünf Italiener seien darin aufgeführt worden, und mehrere Atolle seien zwar genannt, ein geplanter Höhlentauchgang aber nicht ausdrücklich erwähnt worden. teilte mit, einen solchen speziellen Höhlentauchgang nicht genehmigt zu haben. Mohamed Hussain Shareef sagte dazu: „Das Hauptproblem ist, dass es sich um einen Höhlentauchgang handelte.“ Und er fügte hinzu: „Irgendetwas muss dort unten passiert sein.“

Höhlentauchen gilt als besonders gefährlich, weil es bei Problemen keinen direkten Weg zur Oberfläche gibt und Taucher leicht die Orientierung verlieren können. Dafür sind besondere Ausbildung und Ausrüstung nötig, vor allem in Tiefen von mehr als 30 Metern; internationale Freizeittauch-Organisationen wie empfehlen je nach Ausbildungsstand oft ein Maximum von etwa 30 Metern. Der Fall wirft damit die Frage auf, ob der Tauchgang überhaupt als Höhle genehmigt war und ob die Beteiligten für diese Tiefe und diese Bedingungen ausreichend vorbereitet waren.

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