Am Montag hat das Landesgericht Linz über das Vermögen der INVENT - Marketing und Tourismus GmbH ein Konkursverfahren eröffnet. Betroffen ist das Linzer Unternehmen mit 20 Beschäftigten, das sich auf die Konzeption und den Verkauf von Hotel-, Urlaubs- und Erlebnisgutscheinen spezialisiert hatte.
Die Gutscheine konnten über Buchungsplattformen bei nationalen und internationalen Hotelpartnern eingelöst werden. Nun ist die Zukunft des 1994 gegründeten Betriebs mit der Firmenbuchnummer FN 98457s offen. Als Geschäftsführer ist Mag. Christian Klar eingetragen, als Gesellschafterin nennt das Firmenbuch die Zaubertal Privatstiftung.
Nach den vorliegenden Zahlen stehen Vermögenswerte von 1,19 Millionen Euro Verbindlichkeiten von 2,002 Millionen Euro gegenüber. Daraus ergibt sich eine rechnerische Überschuldung von 812.000 Euro. Zur Insolvenzverwalterin wurde Rechtsanwältin Mag. Christina Rupprecht bestellt.
Der Fall trifft eine Branche, die seit Längerem unter Druck steht. Das Geschäft mit Hotel- und Urlaubsgutscheinen hat an Beliebtheit und Attraktivität verloren, sagte Günther Moser. Auch Wettbewerber wie Jollydays gerieten zuletzt in Zahlungsschwierigkeiten und Insolvenz. Zugleich verkaufen heute auch Handelsketten wie Thalia und BILLA Hotel- und Urlaubsgutscheine.
Für die Gläubiger und die Kundinnen und Kunden soll nun rasch Klarheit geschaffen werden. Petra Wögerbauer sagte, die eingesetzte Insolvenzverwalterin werde schnell über eine Fortführung oder Schließung des Unternehmens entscheiden müssen, um den Urlaubern Rechtssicherheit zu geben. Genau daran hängt jetzt das Schicksal von INVENT - Marketing und Tourismus GmbH.

