Thomas Hitzlsperger hat bestätigt, dass er sich für einen Einstieg bei TSV 1860 München interessiert. Der 44 Jahre alte Münchner sagte in der Sendung Blickpunkt Sport, er habe bereits mit Leuten aus dem Verein und mit Vertretern von Hasan Ismaik gesprochen.
„Das Interesse ist da“, sagte Hitzlsperger am 17.05.2026 um 19:45 Uhr. Er beschrieb die Gespräche als konstruktiv und sagte: „Wir haben schon mit vielen Leuten gesprochen - aus dem Verein, aber auch von Hasan Ismaiks Vertretern. Eines kann ich schon sagen: Egal, mit wem wir es zu tun hatten, das waren konstruktive Gespräche. Da kann ich nur Gutes berichten.“
Für Hitzlsperger ist 1860 mehr als nur ein Klub aus derselben Stadt. Der frühere Profi von Aston Villa und deutsche Meister mit dem VfB Stuttgart sagte, er sei in einem Umfeld mit „lauter Sechzgern“ aufgewachsen und habe den Verein immer verfolgt, auch wenn er nie dort gespielt habe. Die ARD-Doku Rise & Fall of TSV 1860 habe ihn zusätzlich angestoßen, sich ernsthaft mit einem möglichen Engagement zu beschäftigen. „Die Doku hat dazu geführt, dass ich mir gedacht habe: Vielleicht gibt es die Möglichkeit, bei 1860 tätig zu werden und ich habe mich in den letzten Monaten intensiv damit beschäftigt“, sagte er.
Hitzlsperger machte zugleich deutlich, wie schwierig die Lage beim Traditionsclub ist. Er sagte, es gebe bei Sechzig „nicht auf allen Ebenen ein Miteinander“ und die Situation sei „sehr sehr kompliziert“. Gleichzeitig habe er mit dem früheren 1860-Geschäftsführer Markus Rejek an Ideen gearbeitet und überlegt, ob Hasan Ismaik als Gesellschafter abgelöst werden könne, vielleicht gemeinsam mit Partnern.
Genau an diesem Punkt liegt die Reibung. Ismaik versucht seit mehr als einem Jahr, seine Anteile zu verkaufen. Im Sommer 2025 kündigte der Klub einen bevorstehenden Verkauf an einen Schweizer Unternehmer an, doch der Plan platzte später. Ismaik schrieb daraufhin in einem Beitrag in den sozialen Medien, der vorgesehene Käufer habe „uns alle in eine sehr schwierige Lage gebracht“ und er werde „alle vertraglichen und rechtlichen Schritte prüfen und einleiten“.
Hitzlsperger sagte, sein aktuelles Interesse ruhe zunächst. „Das Interesse ist da, das muss aber auch insgesamt passen, momentan ruht es erstmal. Schauen wir, wie es weitergeht“, sagte er. Für 1860 bleibt damit offen, ob aus den Gesprächen mehr wird als ein vorsichtiges Abtasten — in einem Umfeld, das seit Monaten von Verkaufsplänen, geplatzten Lösungen und offenen Fronten geprägt ist.

