Lesen: Artemed-Gründer Rainer Salfeld stirbt bei Flugzeugabsturz nahe Mannheim

Artemed-Gründer Rainer Salfeld stirbt bei Flugzeugabsturz nahe Mannheim

Veröffentlicht
2 Min. Lesezeit
Anzeige

Professor ist am Samstag bei einem Flugzeugabsturz südlich von Mannheim gestorben. Der Gründer und Chef der -Kliniken saß in einer historischen Propeller-Maschine, die auf dem Weg nach Oberpfaffenhofen war und über Limburgerhof in einem Wohngebiet am Stadtrand abstürzte.

Auch der zweite Insasse kam ums Leben: ein 60 Jahre alter Berufspilot aus dem Landkreis Ebersberg. Die Maschine, eine North American T-28 Trojan aus dem Jahr 1951, war um 10.45 Uhr in Aachen-Merzbrück gestartet. Gegen 11.30 Uhr soll sie in der Luft auseinandergebrochen oder explodiert sein, bevor sie im Bereich von Mannheim zu Boden ging. Ein Sprecher von Artemed bestätigte am Montag Salfelds Tod.

Für die Klinikgruppe bedeutet der Unfall den Verlust des Mannes, der das Unternehmen mit seinem Vater 1990 in gründete und über Jahrzehnte prägte. Artemed betreibt heute 19 Kliniken, beschäftigt bundesweit mehr als 10.000 Menschen und erwirtschaftet nach eigenen Angaben einen Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro. Erst vor wenigen Monaten hatte die Gruppe die Verantwortung für die in Kempfenhausen übernommen, eine Spezialklinik für Patienten mit Multipler Sklerose mit 120 stationären Betten und 240 Mitarbeitern.

- Advertisement -

Artemed bezeichnete Salfeld als herausragende Persönlichkeit und sprach von einem außergewöhnlichen Verlust, der eine große persönliche und unternehmerische Lücke hinterlasse. Der Sprecher sagte zudem, Salfeld habe sein Lebenswerk konsequent in seinem Sinne weitergeführt. Das passt auch zu der Rolle, die er an der 22 Jahre lang als Honorarprofessor innehatte. Nach Angaben des Unternehmens lebte er mit seiner Frau und den drei Kindern in Pöcking.

Die Ermittlungen zur Ursache des Absturzes laufen weiter. Nach den bisherigen Angaben ist offen, warum die Maschine so plötzlich auseinanderbrach oder explodierte. Erste Gutachten werden erst in einigen Monaten erwartet. Damit bleibt vorerst die zentrale Frage offen, ob es sich um ein technisches Versagen, ein Problem im Flug oder eine andere Ursache handelte. Fest steht nur: Mit Salfeld verliert Artemed die prägende Figur hinter einem Netzwerk, das er aus einem einzelnen Standort heraus aufgebaut hat.

Anzeige
Diesen Artikel teilen