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Boeing bestätigt China-Auftrag über 200 Jets und erwartet weitere Bestellungen

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hat am Freitag Ortszeit einen chinesischen Auftrag über 200 Flugzeuge bestätigt und damit nach Jahren der Eiszeit wieder einen sichtbaren Schritt in den Markt der Volksrepublik gemacht. sagte am selben Tag an Bord der Air Force One, die Vereinbarung enthalte außerdem ein Versprechen über 750 Flugzeuge zusätzlich zu den ersten 200.

Der US-Präsident sprach von einem Paket, das bei vollständiger Umsetzung „bei weitem der größte Auftrag aller Zeiten“ wäre. Boeing selbst sagte, das Ziel von Trumps jüngster China-Reise sei gewesen, „den chinesischen Markt wieder für Bestellungen von Boeing-Flugzeugen zu öffnen“. Das Unternehmen erklärte zudem, es erwarte, dass „der ersten Zusage über 200 Flugzeuge weitere Zusagen folgen werden“. Laut einem Fernsehsender handelt es sich um Boeing-737-Passagierjets.

Für Boeing ist der Deal mehr als nur ein Auftrag, weil China nach Angaben des Konzerns seit 2017 keine neue Bestellung mehr aufgegeben hatte. Damals hatte Peking 300 Boeing-Flugzeuge im Wert von 37 Milliarden Dollar bestellt, als Trump zu Beginn seiner ersten Amtszeit in Beijing war. Nun stellt der Konzern die Rückkehr als langsamen Prozess dar und sagte: „Wir freuen uns nun darauf, Chinas Nachfrage nach Flugzeugen kontinuierlich zu bedienen“ und zugleich auf die Arbeit „für die Verwirklichung dieses Meilensteins“.

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Genau darin liegt der Unterschied zwischen der politischen Ansage und der nüchternen Bilanz des Tages. Die bestätigten 200 Flugzeuge sind ein wichtiger Schritt, aber sie liegen unter den Erwartungen vieler Analysten. hatte vor der Reise mit bis zu 500 zusätzlichen Boeing-Flugzeugen für Beijing gerechnet. An der Wall Street fiel die Aktie zeitweise um mehr als 4,0 Prozent, weil Händler auf einen deutlich größeren Abschluss gesetzt hatten. Die Boeing-Aktie stand damit im Schatten eines Marktes, der nicht nur auf neue Stückzahlen, sondern auf ein Signal für eine breitere Entspannung im Handelsstreit blickte.

Dass Boeing überhaupt wieder liefern kann, ist auch eine Folge dieser Entspannung. Der Konzern hatte im vergangenen Jahr erklärt, China habe wegen des Handelsstreits um Trumps Zölle keine neuen Flugzeuge mehr abgenommen. Später nahm Boeing die Auslieferungen nach China wieder auf. Die neue Bestellung zeigt deshalb vor allem eines: Der chinesische Markt ist wieder offen genug für Geschäfte, aber noch nicht so offen, wie es sich Investoren und das Weiße Haus erhofft hatten. Wenn die angekündigten weiteren Zusagen tatsächlich kommen, könnte daraus erst die Größenordnung werden, die Trump am Freitag in der Luft beschrieb.

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