Fortuna Düsseldorf ist mit einem 0:3 bei Greuther Fürth aus der 2. Bundesliga abgestiegen. Ausgerechnet im entscheidenden Spiel reichte der Mannschaft nicht einmal die Ausgangsposition von drei Punkten Vorsprung und der besseren Tordifferenz auf Fürth und Bielefeld am ersten Nichtabstiegsplatz.
Schon ein knapperes Ergebnis hätte Fortuna noch in die Relegation gebracht. Stattdessen endet eine Saison, in die der Klub als Aufstiegskandidat gestartet war, im Gang zurück in die 3. Liga.
Nach dem Schlusspfiff gingen die Spieler zur Fankurve, um sich von den mitgereisten Anhängern zu verabschieden. Polizeibeamte marschierten zur Sicherheit auf das Feld und bildeten eine Kette zwischen Block und Mannschaft, während sich die Stimmung an der Linie zuspitzte. Florian Kastenmeier griff zu einem Megafon und sprach zu den verärgerten Fans. „Es ist einer der schlimmsten Tage. Wir haben eine sehr gute Ausgangsposition gehabt, wir haben alles vermissen lassen. Es gibt dafür keine Entschuldigung. Ich weiß nicht, was in jedem Einzelnen vorgeht, wenn wir einen Matchplan haben und sich viele nicht daran halten. Ich wollte mich bei den Fans für die Unterstützung bedanken, mehr konnte ich nicht sagen. Ich habe keine Worte dafür“, sagte der Torhüter.
Trainer Alexander Ende sprach von der „maximalen Enttäuschung“ und sagte, es sei „schwer, die richtigen Worte zu finden“. Ende, der im April für den entlassenen Markus Anfang übernommen hatte, machte deutlich, dass sich die Mannschaft nicht auf andere verlassen durfte. „Wir haben es selbst nicht geschafft. Es ist ein riesiger Schlag, den der ganze Klub jetzt erst einmal wegstecken muss“, sagte er. Sportchef Alexander Jobst sprach von „brutal“ und von „Fassungslosigkeit“ und bat um Verständnis für den Unmut der Fans. „Wir stehen da und gehen in die Dritte Liga, das ist hart und brutal. Wir haben in der Saison viele Fehler gemacht, wir müssen das aufarbeiten. In die Dritte Liga zu gehen – das ist eine riesige Fallhöhe“, sagte er.
Für Fortuna beginnt nun die direkte Auseinandersetzung mit den Folgen des Abstiegs. Der Verein muss sich nach einer verpassten Saison und einem zerbrochenen Aufstiegsanspruch in der 3. Liga neu sortieren, während der Druck von außen nach diesem Abend eher größer als kleiner wird.

