Fortuna Düsseldorf fährt am Sonntag mit der Chance nach Fürth, den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga rechnerisch perfekt zu machen. Ein Sieg beim Tabellen-17. um 15.30 Uhr würde reichen, und deshalb schaut bei Fortuna alles auf die Frage, ob Satoshi Tanaka wieder eine Rolle spielen kann.
Für Alexander Ende wäre es ein weiterer Schritt in einer kurzen, aber bislang erfolgreichen Amtszeit. Der Trainer hat nach vier Spielen bereits zwei Heimsiege mit 3:1 gegen Dynamo Dresden und SV Elversberg vorzuweisen. Jetzt geht es um das abstiegs-Endspiel in Fürth, und Ende muss dabei entscheiden, ob er auf Stabilität setzt oder noch einmal auf einen Spieler baut, der ihm bisher kaum zur Verfügung stand.
Tanaka hat unter Ende noch keine Minute gespielt. Der Japaner kam im Winter nach Düsseldorf, geholt von Sven Mislintat, und erlitt kurz nach dem Trainerwechsel einen Muskelfaserriss. Die Folge: vier verpasste Partien. Seit Beginn der Woche steht er wieder auf dem Trainingsplatz, und Ende klang vorsichtig optimistisch, ohne sich festzulegen. Der Coach sagte, Tanaka sei gut dabei gewesen und habe eine gute Trainingswoche hinter sich. Wie viele Minuten es am Ende werden, müsse man sehen, ebenso wer überhaupt beginne.
Der Fall Tanaka ist auch deshalb interessant, weil Ende in den vergangenen Tagen bereits gezeigt hat, wie behutsam er mit Rückkehrern umgeht. Christopher Lenz stand beim 3:1 gegen Dresden nach langer Verletzungspause in der Startelf, musste aber nach 42 Minuten raus, weil er völlig ausgepumpt war. Ende sagte später, er habe gedacht, dass Lenz nur 25 Minuten durchhalte. Für die entscheidenden Minuten der Saison, so machte er deutlich, würden andere Spieler auf dem Platz stehen.
Genau darin liegt das Dilemma vor dem Spiel in Fürth. Tanaka kann beginnen, sagte Ende, nur ob er tatsächlich startet, ließ er offen. Für Fortuna geht es dabei nicht nur um einen Platz in der Aufstellung, sondern um die letzte Feinjustierung vor dem Spiel, das den Verein endgültig retten kann. Nach den beiden 3:1-Heimsiegen ist die Richtung klar. Was nun noch fehlt, ist ein Auswärtsspiel, das alles besiegelt.

