Lesen: Albert Riera muss Eintracht Frankfurt nach 104 Tagen verlassen

Albert Riera muss Eintracht Frankfurt nach 104 Tagen verlassen

Veröffentlicht
2 Min. Lesezeit
Anzeige

hat sich am Sonntagabend mit sofortiger Wirkung von Trainer getrennt. Der 44-Jährige war seit dem 2. Februar im Amt und kommt auf 17 Punkte aus 14 Spielen.

Sportvorstand sagte, der Klub habe sich nach intensiven Gesprächen gemeinsam zu diesem Schritt entschlossen. Riera war damit nur 104 Tage im Amt; kürzer hielt es zuletzt , der 2011 nach 54 Tagen gehen musste.

Krösche lobte zugleich den Einsatz des Trainers und seines Teams. Riera habe die Mannschaft in einer schwierigen Phase übernommen, mit großem Fleiß gearbeitet und dem Klub mit seiner akribischen Arbeit wertvolle Impulse gegeben. Zugleich habe die offene und ehrliche Analyse der sportlichen Entwicklung ergeben, dass Eintracht zur kommenden Saison einen anderen Weg einschlagen wolle.

- Advertisement -

Die Trennung folgt auf einen Nachmittag, der die Stimmung rund um den Klub weiter verschärfte. Vor dem 2:2 gegen Stuttgart am Samstag wurde Riera lautstark ausgepfiffen, nach dem Spiel zeigten Fans ein Banner mit der Aufschrift „Nada de gracias, Alberto“. Der Auftritt setzte ein deutliches Zeichen, dass Teile des Umfelds den Coach längst abgeschrieben hatten.

Riera erklärte, Klub und er hätten einvernehmlich entschieden, die Zusammenarbeit zu beenden. Er übernehme als Trainer die Verantwortung für die sportlichen Ergebnisse, sagte er, und sein einziger Fokus habe in dieser Zeit darauf gelegen, die Mannschaft zu verbessern und erfolgreich zu machen. Zugleich dankte er Eintracht Frankfurt für die gemeinsame Zeit und wünschte dem Klub für die Zukunft nur das Beste.

Der Bruch beendet eine Phase, die anfangs noch nach Stabilisierung aussah. In seinen ersten Spielen festigte Riera die Defensive, Eintracht blieb in vier seiner ersten sechs Partien ohne Gegentor. Doch aus dem vorsichtigen Aufschwung wurde keine dauerhafte Wende. Der Klub verpasste die internationale Qualifikation, dazu kamen Konflikte mit Spielern, Kritik an seiner einwöchigen Reise zu einem Legends-Spiel in Liverpool während der Länderspielpause und immer deutlichere Vorbehalte der Fans.

Für Frankfurt beginnt nun die Suche nach einem Nachfolger unter Zeitdruck. Nach Informationen aus dem Umfeld des Klubs gibt es vier Kandidaten für die Riera-Nachfolge. Nach 104 Tagen ist klar: Die Zusammenarbeit, die als Neuanfang gedacht war, endet als gescheiterter Versuch, die Saison noch zu drehen.

Anzeige
Diesen Artikel teilen