Lesen: Wdr 2 fordert Thorsten Schorn zu „Schnittlauch“-Moment im ESC auf

Wdr 2 fordert Thorsten Schorn zu „Schnittlauch“-Moment im ESC auf

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Vor dem Finale des haben und von eine Aufgabe mitgegeben, die klein klingt und doch genau dort landet, wo Live-Radio und große TV-Bühne sich treffen: Er soll im ESC-Kommentar das Wort „Schnittlauch“ unterbringen. Schorn kommentiert den Wettbewerb für die ARD, und der Wunsch aus dem Radiostudio ist klar: Das Wort soll natürlich fallen, nicht wie ein Fremdkörper wirken.

Die Herausforderung entstand aus einem Radiomoment bei WDR 2 noch vor dem Finale. Dass ausgerechnet ein solches Wort jetzt in einer der meistbeachteten Live-Sendungen des Abends auftaucht, dürfte schnell Wellen schlagen, wenn Schorn es tatsächlich schafft. Wer am Samstag den ESC in Nordrhein-Westfalen und in Wien verfolgt, dürfte den Ausruf in Sekunden auch in den sozialen Netzwerken wiederfinden.

Für Schorn ist die Aufgabe mehr als eine Spielerei. Er ist als ESC-Kommentator der ARD das vertraute Gesicht und die vertraute Stimme für ein Millionenpublikum in ganz Deutschland, und er folgte auf , der diese Rolle über Jahre geprägt hatte. Gerade deshalb lebt der Auftritt von Genauigkeit: Ein lockerer Insider darf die Übertragung nicht aus dem Takt bringen, muss sich in die laufende Kommentierung einfügen und darf nicht wie eine eingebaute Pointe wirken.

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Genau darin liegt auch der Reiz der Sache. WDR 2 macht aus einem kleinen regionalen Scherz einen Moment mit bundesweiter Bühne. Die ARD-Übertragung erreicht Zuschauer in allen Teilen Deutschlands, und gerade in einem Live-Finale bleibt jede ungewöhnliche Formulierung nicht lange unbemerkt. Schorn muss also nicht nur auf den Songverlauf, die Bilder und die Dramaturgie achten, sondern auch auf ein einziges Wort, das von außen kommt und sich doch unauffällig in den Satzbau schmuggeln soll.

Dass Briesch und Imhof ausgerechnet „Schnittlauch“ gewählt haben, passt zu dieser Art von Radiowitz: Es ist banal genug, um harmlos zu wirken, und speziell genug, um sofort erkannt zu werden, wenn es fällt. Wenn Schorn die Vorgabe erfüllt, dürfte der Moment nicht nur im ESC-Kommentar hängen bleiben, sondern als kurzer, geteilter Clip weit über die eigentliche Übertragung hinauslaufen. Am Ende ist die Sache damit ziemlich einfach: Gelingt der Einbau, wird aus einem WDR-2-Gag ein bundesweit sichtbarer Live-Moment. Gelingt er nicht, bleibt es bei einer charmanten Vorab-Herausforderung vor dem Finale.

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