FC St. Pauli ist nach der Niederlage gegen VfL Wolfsburg in die 2. Bundesliga abgestiegen. Der Klub aus Hamburg, der zwei Jahre in der Bundesliga gespielt hatte, verpasste am letzten Spieltag die Rettung und kassierte damit den bitteren Schlusspunkt einer Saison, die bis zuletzt offen gewesen war.
Wolfsburg ging nach rund 30 Minuten nach einer Ecke in Führung, als Koulierakis den Ball per Kopf über die Linie drückte. Vor der Pause hatte St. Pauli die große Möglichkeit zum Ausgleich, doch Hountondji vergab aus vier Metern vor dem leeren Tor. Es war die Szene, die das Spiel in eine andere Richtung hätte lenken können. Alexander Blessin brachte es nach der Partie auf den Punkt: Wenn seine Mannschaft vor der Pause das 1:1 gemacht hätte, wäre man mit einem ganz anderen Gefühl in die Kabine gegangen.
Die Ausgangslage war an diesem Nachmittag ohnehin brutal eng. Heidenheim lag zur Halbzeit bereits 0:2 gegen Mainz zurück, sodass ein St. Pauli-Sieg unabhängig von der Tordifferenz gereicht hätte. Genau deshalb bekam der Ausgleich der Hamburger nach etwa zehn Minuten im zweiten Durchgang so viel Gewicht: Ceesay traf nach seiner Einwechslung und markierte damit bereits sein drittes Jokertor in Serie. Für einen Moment war St. Pauli zurück im Spiel, und die Hoffnung lebte wieder.
Doch der Endstand kippte St. Pauli endgültig aus der Bundesliga. Die Mannschaft blieb trotz des späten Ausgleichs ohne das eine Tor, das den Klassenerhalt gesichert hätte, und musste sich am Ende Wolfsburg geschlagen geben. Dass Ceesay erneut als Einwechselspieler traf, war am Ende nur ein Randdetail in einem Spiel, das vor allem durch die verpasste Riesenchance vor der Pause entschieden wurde. Für St. Pauli endet damit eine Phase von zwei Jahren in der Bundesliga mit dem Abstieg, während der Klub nun den Neustart in der zweiten Liga vorbereiten muss.

