Rund um die Merkur Arena in Graz ist am Sonntag vor dem Bundesliga-Spiel zwischen SK Sturm und SK Rapid eine große Sicherheitszone eingerichtet worden. Sie gilt von 10.30 Uhr bis 20.30 Uhr, das Spiel selbst ist für 14.30 Uhr angesetzt.
Die Partie ist für die Steirer entscheidend, weil sie weiter um den Meistertitel spielen. Wer in die abgesperrte Zone will, muss sich auf Kontrollen einstellen: Die Polizei darf Personen entfernen oder fernhalten, wenn sie im Zusammenhang mit einem großen Sportereignis gefährliche Angriffe gegen Leben, Gesundheit oder Eigentum begangen haben oder gerade begehen. Wer gegen die behördliche Anordnung verstößt, riskiert eine Geldstrafe von bis zu 1000 Euro oder auch eine Festnahme.
Gegen 13 Uhr war die Conrad-von-Hötzendorfstraße nach bisherigen Informationen noch passierbar, die Liebenauer Hauptstraße dagegen nicht mehr. Das zeigt, wie früh die Maßnahmen an diesem Spieltag greifen und wie stark der Bereich rund um das Stadion bereits vor dem Anpfiff unter Beobachtung steht.
Der Blick geht aber nicht nur auf das Spiel in Graz. Falls Sturm gewinnt und LASK gleichzeitig gegen Austria in Wien verliert, ist für Montag in Graz eine große Meisterfeier geplant. Holding Graz hat nach eigenen Angaben bereits einen Plan für die öffentlichen Verbindungen in diesem Fall. Gerald Zaczek-Pichler sagte dazu, man habe „einen Plan in petto“.
Die Lage ist damit klar: Für Sturm geht es an diesem Nachmittag nicht nur um drei Punkte, sondern um den möglichen nächsten Schritt Richtung Titel. Und je nachdem, wie das Parallelspiel in Wien ausgeht, könnte aus dem Fußballnachmittag in Graz sehr schnell ein Feierabend werden, den die Stadt nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch stemmen muss.
In Zahlen heißt das: Die Sicherheitszone läuft von 10.30 Uhr bis 20.30 Uhr, das Spiel beginnt um 14.30 Uhr, und eine mögliche Feier könnte schon am Montag anstehen. Für die Stadt ist das ein enger Zeitrahmen, für die Fans ein Tag, an dem am Ende nicht nur das Ergebnis in Graz zählt, sondern auch jenes aus Wien.

