Energie Cottbus ist zurück in der 2. Bundesliga. Nach dem 1:0 in Regensburg feierten am Sonntag Tausende Fans ihren Klub erst auf dem Altmarkt und später auf dem Platz vor der Cottbuser Stadthalle, wo der Mannschaftsbus gegen 14:00 Uhr mit den Aufstiegshelden eintraf.
Schon in der Nacht hatten sich mehrere tausend Anhänger auf dem Cottbuser Altmarkt versammelt, um die Rückkehr der Mannschaft zu erwarten. Um 0:17 Uhr rollte der rote Energie-Bus mit lautem Hupen auf den Platz, die Fans antworteten mit Gesängen, Pyrotechnik, Feuerwerk und großem Jubel. Die Feier verlagerte sich am Sonntag bei Sonne und rund 20 Grad in die Innenstadt, wo rot-weiße Anhänger schon ab Mittag zusammenkamen. Energie-Präsident Sebastian Lemke versprach zur Feier des Tages 90 Minuten Freibier für alle. Später verlängerte Kapitän Axel Borgmann seinen im Sommer auslaufenden Vertrag.
Der Aufstieg hat für den Klub auch sportlich und wirtschaftlich Gewicht. Cottbus geht nach einer Saison in der 3. Liga wieder in die 2. Fußball-Bundesliga, und die Stadt will künftig das Leag Energie Stadion betreiben. Oberbürgermeister Tobias Schick stellte diese Veränderung in Aussicht, damit für Energie mehr finanzieller Spielraum entsteht, weil die Betriebskosten dann nicht mehr beim Verein liegen. Das Stadion gilt als modernisierungsbedürftig, und der Schritt soll genau dort entlasten, wo der Druck zuletzt am größten war.
Zwischen der ausgelassenen Nacht und dem großen Empfang am Sonntag lag kein Widerspruch, sondern derselbe Satz in immer neuen Varianten: „Nie mehr 3. Liga“. Auch „Pele hat gesagt, wir steigen auf“ hallte durch die Menge. Dass die Mannschaft den Aufstieg mit einem knappen Auswärtssieg sicherte und die Fans dennoch bis in die frühen Morgenstunden blieben, zeigt, wie sehr dieser Tag in Cottbus als Rückkehr und nicht bloß als sportlicher Erfolg verstanden wird.
Nach Angaben der Polizei verlief die Feier friedlich und ohne größere Zwischenfälle. Gegen 2:00 Uhr löste sich die Party allmählich auf, doch für Energie ist der entscheidende Schritt längst gemacht: Der Klub spielt wieder dort, wo ihn die eigene Anhängerschaft seit dem Abpfiff in Regensburg schon hingepfiffen hat.

