Lesen: Geburtenrate in Deutschland fällt 2025 auf niedrigsten Stand seit 1946

Geburtenrate in Deutschland fällt 2025 auf niedrigsten Stand seit 1946

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In Deutschland sind 2025 rund 654.300 Kinder zur Welt gekommen, so wenig wie seit 1946 nicht mehr. Damit fiel die Geburtenzahl auf ein Rekordtief, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Die Behörde veröffentlicht die Zahlen in ihrer Zeitreihe ab 1950, und auch dort zeigt sich der Rückgang klar. Für die demografische Entwicklung ist das kein Ausreißer, sondern ein weiterer Schritt in einem länger laufenden Trend, der die geburtenrate in Deutschland seit Jahren nach unten drückt.

Die Gründe dafür sind vielschichtig. erklärte, die Entwicklung sei erwartbar gewesen, weil die Geburtsjahrgänge der Neunzigerjahre vergleichsweise klein gewesen seien. „Die Geburtsjahrgänge der Neunzigerjahre waren vergleichsweise klein. Das heißt, dass es jetzt weniger Frauen gibt, die Kinder bekommen“, sagte sie. Das wirkt sich direkt auf die reine Zahl der Geburten aus: Wenn es weniger Frauen im gebärfähigen Alter gibt, sinkt auch die Gesamtzahl der Kinder.

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Hinzu kommt, dass die zusammengefasste Geburtenziffer ebenfalls sinkt. Diese Kennzahl beschreibt die durchschnittliche Zahl der Kinder pro Frau und wird oft als Geburtenrate bezeichnet. Sie fällt also nicht nur, weil es weniger potenzielle Mütter gibt, sondern auch, weil Frauen im Schnitt später mit der Familiengründung beginnen. sagte im , das höhere Alter beim ersten Kind hänge mit dem Rückgang zusammen. Das Durchschnittsalter von Frauen bei der Geburt des ersten Kindes stieg zwischen 2009 und 2024 von 28,8 Jahren auf 30,4 Jahre.

Gerade das spätere Elternwerden setzt den Familien viele Grenzen. Allmendinger sagte, die Spanne, in der Frauen noch weitere Kinder bekommen können, sei relativ kurz. Sie fügte hinzu: „Von daher bekommen sie weniger Kinder, auch als sie eigentlich wollen.“ Damit verweist sie auf einen Konflikt zwischen gewünschter und tatsächlicher Familiengröße, der sich in den Zahlen nicht auflöst.

Der aktuelle Befund ist deshalb mehr als nur ein neuer Tiefstand. Er zeigt, wie stark sich demografische Verschiebungen und veränderte Lebensläufe inzwischen überlagern. Dass in höheren Altersgruppen die Geburtenzahlen deutlich höher liegen als noch vor 15 Jahren, ändert an der Gesamtentwicklung wenig. Deutschlands geburtenrate sinkt weiter, und die Folgen dieser Entwicklung werden sich nicht erst in ferner Zukunft zeigen, sondern schon in den kommenden Jahren.

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