FC Schalke 04 bekommt die Schale der 2. Fußball-Bundesliga nach dem letzten Saisonspiel am 17. Mai 2028, doch eine große Meisterfeier vor der Arena wird es nicht geben. Die Partie gegen Eintracht Braunschweig beginnt um 15:30 Uhr, gefeiert wird nach Vereinsangaben nur mit den Fans im Stadion.
Wer kein Ticket hat, bleibt damit außen vor. Schalke hatte gehofft, rund um die Arena gemeinsam mit den Anhängern zu feiern, die keine Karte bekommen haben. Nach Gesprächen zwischen Klub, Stadt und Polizei wurde dieser Plan jedoch verworfen.
Entscheidend waren Sicherheitsbedenken. Nach dem Spiel würden rund 60.000 Fans das Stadion verlassen, gleichzeitig könnten draußen bereits zehntausende Unterstützer warten. Der Platz vor der Arena sei für eine solche Menge zu klein, hieß es. Dazu kommen die komplett belegten Parkplätze rund um das Stadion. Für eine offene Feier vor dem Eingang fehlt damit schon der Raum, bevor die eigentliche Frage der Kontrolle überhaupt beginnt.
Die Entscheidung trifft einen Klub, der in der Vergangenheit anders gefeiert hat. 2022 beging Schalke den Aufstieg gemeinsam mit den Fans vor der Arena. Vor vier Jahren wurde die Meisterschale auf einem Truck vor dem Stadion präsentiert, damals kamen rund 20.000 Menschen zusammen. Auch dieses Mal gab es bei den Anhängern die Erwartung, dass sich die Vereinsführung wieder für ein Fest vor der Arena öffnet.
Zuletzt hatte sich gezeigt, wie groß das Interesse auch ohne Ticket ist. Beim vorherigen Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf versammelten sich viele Fans außerhalb des Stadions, während Schalke mit einem 1:0 die Rückkehr in die Bundesliga sicherte. Diesmal bleibt der Weg nach außen enger. Eintracht Braunschweig kann an diesem Tag noch immer absteigen, und auch das spielte in die Abwägung hinein, die am Ende gegen die große Feier sprach.
Vor der Tausend-Freunde-Mauer läuft das übliche Programm dennoch weiter. DJ, Imbissstände und Getränkestände sollen dort geöffnet bleiben und länger als sonst laufen. Für viele Anhänger ist das immerhin ein kleiner Ersatz für die Feier, die sie sich rund um die Arena erhofft hatten. Dennis Steckel sagte, es sei schade, dass man nicht mit 100.000 Fans an der Arena feiern könne, zugleich müsse man vernünftig sein, wenn ein Fest nicht in sicherem Rahmen gewährleistet werden könne. Lieber kleiner feiern, sagte er, als dass am Ende jemand zu Schaden komme.
Damit bleibt Schalke am Saisonende zwar der sportliche Moment, nicht aber das große Bild auf dem Vorplatz. Die Schale wird übergeben, die Feier bleibt im Stadion, und draußen wird an diesem Tag vor allem sichtbar, wie eng Sicherheit und Fußballfest in Gelsenkirchen inzwischen zusammengedacht werden müssen.

