Kennet Eichhorn bleibt einer der begehrtesten deutschen Spieler auf dem Transfermarkt. Borussia Dortmund, RB Leipzig, FC Bayern und Bayer Leverkusen sollen sich alle mit dem 16-Jährigen beschäftigen, während aus München sogar schon das zweite Treffen mit dem Talents aus der Hertha-Jugend gemeldet wird.
Bei Bayern wird laut Angaben eine Verpflichtung bis 2031 diskutiert. Vincent Kompany soll Eichhorn persönlich erklärt haben, dass er ihn in seinem Kader sehen will. Auch VfB Stuttgart mischt demnach mit; Sebastian Hoeneß sei von Eichhorn sehr beeindruckt und habe bereits ein Gespräch geführt. Der Teenager, der bei Hertha BSC ausgebildet wurde, ist mit einem Marktwert von 20 Millionen Euro derzeit der wertvollste Spieler der 2. Bundesliga.
Leverkusen verfolgt derweil offenbar eine andere Spur. Kicker zufolge würde Bayer 04 Eichhorn lieber direkt und dauerhaft verpflichten, statt auf ein Modell mit Manchester City zu setzen, bei dem City den Spieler zunächst fest an sich bindet und ihn dann an Leverkusen verleiht. Der Hintergrund ist klar: Eichhorn könnte Hertha im Sommer wegen einer Ausstiegsklausel verlassen, sein Vertrag läuft eigentlich bis 2029. Für einen Klub, der in der Champions League spielt, soll die Klausel bei 10 bis 12 Millionen Euro liegen.
Dass gerade jetzt so viel Bewegung in die Sache kommt, hat auch mit Eichhorns rascher Entwicklung zu tun. Mit 16 Jahren und 14 Tagen wurde er zum jüngsten Spieler in der Geschichte der 2. Bundesliga. Im Dezember erzielte er sein erstes Profitor im DFB-Pokal und wurde damit nach dem Zweiten Weltkrieg der jüngste Torschütze des Wettbewerbs. Erst vor Kurzem traf er auch in der 2. Bundesliga erstmals und ist nun der jüngste Torschütze der Liga.
Die Lage bleibt dabei widersprüchlich. Leverkusen soll den festen Transfer bevorzugen, könnte aber den Sprung in die Champions League verpassen. Genau dort liegt das eigentliche Problem für einen Deal: Die Höhe der Ausstiegsklausel hängt laut den Angaben daran, ob der Käufer europäisch in der Königsklasse spielt oder nicht. Gleichzeitig macht die Nachfrage aus München, Dortmund, Leipzig und Stuttgart deutlich, dass Eichhorn längst nicht mehr nur als großes Talent gilt, sondern als Spieler, um den sich ein echter Bieterwettstreit entwickelt.
Für Hertha ist das die nächste Zerreißprobe. Der Klub hat Eichhorn über Jahre aufgebaut, nun steht der 20-Millionen-Euro-Spieler vor dem Schritt, der seine Karriere neu ordnen dürfte. Wer am Ende den Zuschlag erhält, wird wohl davon abhängen, ob ein Verein schnell genug ein passendes Paket aus Ablöse, Perspektive und Vertrag bis 2031 auf den Tisch legt.

