Lesen: Cathie Wood blickt auf Cerebras: Börsendebüt verliert nach Rekordstart an Schwung

Cathie Wood blickt auf Cerebras: Börsendebüt verliert nach Rekordstart an Schwung

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hat am Freitag an der Börse wieder Luft abgegeben, nachdem die Aktie am Vortag nach ihrem Debüt um mehr als 68 Prozent nach oben geschossen war. Die Papiere des KI-Chip-Herstellers schlossen am Freitag rund 10 Prozent tiefer und beendeten damit einen Start, der den Markt für einen Moment in den Bann zog.

Am Donnerstag war die Aktie unter dem Kürzel CBRS erstmals gehandelt worden. Sie eröffnete bei 350 Dollar, fast doppelt so hoch wie der Ausgabepreis von 185 Dollar, stieg im Tagesverlauf bis auf 385 Dollar und schloss bei 311,07 Dollar. Auf Basis der aus den Börsenunterlagen ersichtlichen ausstehenden Aktien sprang die Marktkapitalisierung damit auf fast 70 Milliarden Dollar; auf voll verwässerter Basis lag die Bewertung laut -Daten näher bei 86 Milliarden Dollar.

Das Ergebnis macht Cerebras zum größten Börsengang des Jahres bislang. Das Interesse war schon vor dem ersten Handelstag enorm: Laut überstieg die Nachfrage das verfügbare Angebot um mehr als das 20-Fache. Zunächst hatte das Unternehmen 30 Millionen Aktien zu 150 bis 160 Dollar je Stück vermarktet, bevor es sowohl die Größe als auch die Preisspanne des Angebots anhob. Der Markt nahm die neue Aktie damit weit aggressiver auf, als es selbst optimistische Preisgespräche erwarten ließen.

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Cerebras ist ein Konkurrent von im Markt für KI-Halbleiter und hat sich mit Partnerschaften quer durch die Branche positioniert, unter anderem mit und . OpenAI brachte in diesem Jahr sein erstes KI-Modell auf den Markt, das auf Cerebras-Chips läuft. Firmengründer hat das Produkt mit markigen Worten beschrieben: Man habe einen Chip gebaut „in der Größe eines Esstellers“, der „58-mal größer als jeder zuvor gebaute Chip“ sei, und man sei „mehr als 15-mal schneller als die Konkurrenz“.

Gerade diese Mischung aus technischer Großspurigkeit und Börsenhype erklärt, warum der erste Rücksetzer nicht als Niederlage gelesen werden sollte. Der Sprung am ersten Handelstag zeigt, dass Anleger die Geschichte von Cerebras als nächste große Wette im KI-Semiconductor-Sektor kaufen wollten. Der Rückgang am Freitag erinnert zugleich daran, wie schnell selbst ein Rekord-IPO in eine gewöhnlichere Preisfindung kippen kann, sobald der erste Kaufrausch vorbei ist.

Für und andere Wachstumsanleger bleibt damit vor allem eine Frage offen, die weit über zwei Handelstage hinausreicht: Ob Cerebras den astronomischen Marktwert rechtfertigen kann, hängt nun nicht mehr am Börsenstart, sondern daran, ob die Technologie bei Kunden und Partnern in Umsatz übersetzt wird.

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