Lesen: Matti Schmid und die Steuerfragen hinter der PGA Championship

Matti Schmid und die Steuerfragen hinter der PGA Championship

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Tourbusse rollten in dieser Woche in die Stadt, als die begann, und mit ihnen kam eine Geschichte, die weit über den Platz hinausreicht: wie Golfprofis ihr Geld verdienen, wo sie Steuern zahlen und warum und seine Konkurrenten in diesem Jahr auch an Pennsylvania denken müssen.

Forbes veröffentlichte dazu einen Beitrag mit dem Titel „Tax Breaks: The Taxes And Playing The Long Game Edition“, in dem der Autor mit -Berater sprach, einem CPA und Golfer. Die Grundfrage ist simpel genug, aber die Antwort ist es nicht: Spieler verdienen Einkommen mit Preisgeld und Sponsorenverträgen, sie setzen aber auch geschäftliche Ausgaben wie Reisen und Fachberater ab. Für die caddies gibt es in der Regel ein Form-1099, und genau diese Mischung aus Einnahmen und Abzügen macht das Steuerthema für Profis so kompliziert.

Besonders heikel ist diesmal der Ort. Die Preisgelder der diesjährigen PGA Championship gelten grundsätzlich als Einkommen aus Pennsylvania. Golfprofis, die in steuerfreien Bundesstaaten wie Florida oder Texas leben, könnten dort dennoch Steuerpflichten haben. Im Text wird als Beispiel für einen Spieler genannt, der in einem solchen Bundesstaat wohnt. Für Spieler aus Hochsteuerstaaten wie Kalifornien kann die Rechnung nach Anrechnung von Steuergutschriften deutlich schärfer ausfallen. Nicht-US-Spieler wie wiederum könnten mit US-Quellensteuer und zusätzlichen Erklärungspflichten konfrontiert sein.

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Der Beitrag wechselt dann von der Turnierbesteuerung zu einem breiteren Blick auf Steuerpolitik und staatliche Kassen. Dort steht die bundesweite Benzinsteuer im Zentrum, die bei 18,4 Cent pro Gallone liegt und seit 1993 nicht mehr erhöht wurde. Gleichzeitig wird das auf 2028 als Zeitpunkt der erwarteten Zahlungsunfähigkeit verwiesen; eine Aussetzung der Gassteuer würde laut Darstellung ein jährliches Loch von schätzungsweise 23 Milliarden Dollar reißen. Dass diese Steuer zusätzlich zu den bundesstaatlichen Benzinsteuern erhoben wird, macht die politische Sprengkraft nicht kleiner.

Auch das Thema Kartenbetrug wird aufgegriffen. Das FBI schätzt, dass Card Skimming Verbraucher und Finanzinstitute jedes Jahr um mehr als 1 Milliarde Dollar bringt. Solche Skimmer können außen an Zapfsäulen angebracht, im Inneren der Pumpe versteckt oder mit Kameras und Tastatur-Overlays kombiniert sein. Fahrer können das Risiko senken, indem sie Zapfsäulen mit sichtbaren Unterschieden bei den Bauteilen vergleichen, Pumpen nahe am Laden wählen und nach Möglichkeit Tap-to-Pay, mobile Wallets oder Kreditkarten statt Debitkarten nutzen. Wer einen Betrug vermutet, soll die Bank sofort informieren, die Karte sperren oder ersetzen lassen, Transaktionen überwachen und die verdächtige Zapfsäule bei Tankstelle, Polizei und dem Internet Crime Complaint Center des FBI melden.

Zum Schluss weitet der Text den Rahmen noch einmal auf die Sozialversicherung aus, wo der als ebenfalls unter Druck beschrieben wird. Das ist kein Zufall, sondern der eigentliche Punkt des Stücks: Die PGA Championship liefert nur den Aufhänger. Dahinter steckt eine Debatte darüber, wie Geld durch Sport, Steuern, Benzinpreise, Betrugsschutz und die Finanzierung öffentlicher Programme fließt — und wie schnell aus einem Golfturnier ein Blick auf die finanzielle Verfassung des Landes werden kann.

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