Lech Poznań hat Radomiak in Radom mit 3:1 geschlagen und sich damit die polnische Meisterschaft gesichert. Der Sieg bescherte dem Klub den 10. Titel der Vereinsgeschichte und die zweite Meisterschaft in Serie unter Niels Frederiksen.
Für Radomiak begann der Abend stark. Jan Grzesik traf in der 8. Minute zum 1:0, doch Lech antwortete schnell. Mikael Ishak glich in der 16. Minute aus, Luis Palma drehte die Partie in der 22. Minute auf 2:1, und Patrik Walemark stellte in der 58. Minute auf 3:1.
Lech war mit vier Punkten Vorsprung auf Jagiellonia Białystok in den letzten Spieltag gegangen und brauchte nur noch einen Sieg, um alles klarzumachen. Genau das gelang in Radom. Damit reist der neue und alte Meister im Sommer in die zweite Runde der Champions-League-Qualifikation.
Das Spiel hatte in Radom noch einen zweiten, stilleren Schwerpunkt. Es war das letzte Heimspiel von Leandro für Radomiak, der seit März 2012 für den Verein gespielt hat. Der 37-Jährige blieb dem Klub mehr als 14 Jahre lang treu und half ihm auf dem Weg von der III liga bis in die PKO Ekstraklasa.
Für Radomiak blieb am Ende die Enttäuschung über eine verpasste Heimparty, für Lech ein Titel, der lange vor dem Abpfiff greifbar wirkte und in der zweiten Halbzeit endgültig bestätigt wurde. Dass der Meister ausgerechnet in Radom feststand, verlieh einem ohnehin schon entscheidenden Nachmittag eine zusätzliche Schwere.

