Linda Lampenius und Pete Parkkonen haben Finnland beim 70. Eurovision Song Contest in Wien mit einem Auftritt ins Semifinale geschickt, der mehr nach Feueralarm als nach Popnummer aussah. Das Duo trat am Dienstag, dem 12. Mai 2026, als Liekinheitin mit dem Lied „Liekinheitin“ auf und setzte dabei auf Flammenjets, eine wertvolle Geige aus dem 18. Jahrhundert und eine Choreografie, die von einem Team sogenannter Ninjas abgesichert wurde.
Der Auftritt war nicht nur laut und heiß, sondern auch heikel. Lampenius und Parkkonen sprachen vor dem Auftritt darüber, dass sie eine Sondergenehmigung gebraucht hätten, um die Violine bei ihrer Nummer live zu spielen. Gerade das machte den Beitrag aus Finnland ungewöhnlich: Die Darbietung verband Pyrotechnik mit einem historischen Instrument, dessen Einsatz auf der Bühne offenbar nicht selbstverständlich war.
Finlands Beitrag lief unter dem Namen Liekinheitin und war für die erste Halbfinalrunde des Wettbewerbs angesetzt. Dass das Team einen Weg finden musste, die Geige live einzusetzen, zeigt, wie sehr die Nummer zwischen künstlerischem Anspruch und Sicherheitsfrage balancierte. Für Eurovision ist das kein Nebenschauplatz, sondern oft genau der Punkt, an dem eine Nummer hängen bleibt: Sie muss auffallen, aber sie darf nicht scheitern.
Wie fragil diese Balance war, zeigte sich schon in Wien. Die Beschreibung des Auftritts lässt keinen Zweifel daran, dass hier nicht nur gesungen, sondern auch abgesichert, abgefedert und improvisiert werden musste. Die erwähnten Ninjas waren Teil eines Teams, das helfen sollte, eine Katastrophe zu verhindern, während Flammenjets und das seltene Instrument gleichzeitig auf der Bühne standen.
Am Donnerstag, dem 14. Mai 2026, traf die Lampenius und Parkkonen in einem finnischen Saunaraum in Wien. Nach dem ersten Halbfinale ist damit klar: Finnlands Nummer setzte nicht auf Zurückhaltung, sondern auf Risiko und Spektakel. Ob genau diese Mischung im Wettbewerb trägt, entscheidet sich erst mit den weiteren Ergebnissen des 70. Eurovision Song Contest.

