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Orf.on: Wiener Marktamt zieht mehr als 75.000 Eier aus der Ukraine aus dem Verkehr

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Das hat bei mehr als 75.000 Eier aus der Ukraine aus dem Verkehr gezogen. Die Ware trug keinen Stempel, hatte keine Herkunftsnachweise und war nicht rückverfolgbar. Ein Sprecher des Marktamts bestätigte den Fund auf Anfrage der APA.

machte deutlich, worum es bei dem Einschreiten ging: Es habe weder Begleitpapiere noch sichtbare Stempelungen auf den Eiern gegeben. Nicht belegt sei, ob es sich um Bio-Eier, Käfig-Eier oder etwas dazwischen handle, sagte er. Das Marktamt betonte zugleich, die Kontrolle bedeute nicht, dass von den Eiern eine Gefahr für die Gesundheit ausgegangen wäre. Entscheidend war aus Sicht der Behörde, dass die Ware die europäischen Vermarktungsstandards nicht erfüllte.

Der Fall fiel mitten in eine ohnehin empfindliche Debatte über Eierimporte. Erst Ende April hatten legale Lieferungen in Österreich für Wirbel gesorgt, als bayerische Eier anbot. Damals kritisierte die die Verpackung des Eierproduzenten Obermeier-Frischeier, weil darauf Freilandhennen zu sehen waren, obwohl die Eier aus Bodenhaltung stammten. Das Unternehmen änderte daraufhin die Verpackung.

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Im aktuellen Fall blieb die Ware zwar an der Grenze des Wiener Handels hängen, doch genau darin sieht der den entscheidenden Punkt. sagte, ohne konsequente Kontrollen wäre diese illegale Ware in den Markt gelangt. Er forderte strengere Kontrollen auf nationaler und EU-Ebene und mahnte, Transparenz dürfe nicht an der Verpackung enden.

Dass die Eier am Ende nicht verkauft wurden, lag auch daran, dass der bestellende Betrieb die Lieferung nicht annahm. Hengl sagte, was anschließend mit den Eiern geschehe, sei nicht Sache der Wiener Behörde. Für Wien brauche man sie jedenfalls sicher nicht, sagte er, vermutlich gingen sie zurück in die Ukraine und würden dort gegessen.

Der Fall zeigt vor allem eines: In einem Markt, in dem Herkunft und Kennzeichnung über Vertrauen entscheiden, reicht ein fehlender Stempel aus, um eine komplette Lieferung zu stoppen. Genau deshalb dürfte die Debatte über schärfere Kontrollen nach dieser Sicherstellung kaum abklingen.

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