Wiktorija Leléka vertritt die Ukraine beim Ukraine Esc 2026 und bringt dafür einen Lebensweg mit, der seit Jahren zwischen Deutschland und der ukrainischen Kultur verläuft. Die Sängerin lebt in Berlin, gewann die Vorauswahl in einem unterirdischen Raum in Kiew und sagt nun über ihren Beitrag: Es gehe um den Glauben an sich selbst und darum, dass das Unmögliche möglich werden könne.
Für Leléka ist der Wettbewerb auch deshalb eng mit ihrer Biografie verbunden, weil sie 2016 ihren Ausbildungsweg in Deutschland begann. Sie studierte Jazzgesang in Dresden, setzte nach dem Bachelor ein Masterstudium in Jazzkomposition an derselben Musikhochschule fort und belegte später Filmmusik an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf in Potsdam. Dass sie die ukrainische Bühne in Europa vertritt, hat für sie zudem eine politische und kulturelle Dimension: Ihre Familie hat deutsche Wurzeln, ihre Großmutter war Deutsche.
Die Bedeutung ihrer Nominierung liegt nicht nur in der persönlichen Laufbahn der Sängerin, sondern auch in dem Moment, in dem die Ukraine ihren ESC-Beitrag organisiert. Nach ihren Worten erlebt das Land weiterhin große Solidarität und echtes Interesse an ukrainischer Kultur und ihren Stimmen. Zuständig für die organisatorischen Fragen ist der nationale Sender Suspilne Ukraine, während Leléka nach eigenen Worten fest an den Erfolg ihres Landes glaubt.
Auf die Frage nach den Aussichten blieb sie ungewöhnlich direkt. „Das ist eine schwierige Frage. Ich glaube an unseren Sieg“, sagte sie. Das passt zu dem Bild, das sie von ihrem Lied zeichnet: nicht als Aufruf zur Flucht aus der Realität, sondern als Bekenntnis zu Freiheit, Würde und dem Gedanken, dass sich Grenzen verschieben lassen, wenn Menschen an ihre Möglichkeiten glauben. Für die Ukraine Esc 2026 ist das mehr als eine Wettbewerbsbotschaft; es ist auch ein kulturelles Selbstverständnis, das Leléka in Berlin, Dresden und Potsdam mitgeprägt hat.
