Robert F. Kennedy Jr. hat am 14. Mai ein Selfie mit Arnold Schwarzenegger aus einem Fitnessstudio in Venice veröffentlicht und den Schnappschuss mit den Worten „Senior’s Day at Gold’s in Venice“ versehen. Für zwei Männer, die seit Jahren befreundet sind und schon früher zusammen in dem Gym trainiert haben, war es ein kleines Bild mit viel Nachhall.
Schwarzenegger, 78, und Kennedy sind langjährige Trainingspartner. Der frühere Gouverneur von Kalifornien und siebenfache Mr. Olympia war einst mit Kennedys Cousine Maria Shriver verheiratet; die Ehe begann 1986 und endete mit der Trennung 2011. Dass ausgerechnet Kennedy das Bild veröffentlichte, lenkt den Blick zurück auf eine Verbindung, die in der Öffentlichkeit immer wieder zwischen Politik und persönlicher Loyalität pendelt.
Im Juni 2025 hatte Schwarzenegger im Gespräch für die Radio Andy SiriusXM-Show ungewöhnlich offen über Kennedy gesprochen. „I like Bobby Kennedy a lot. I don't agree with everything policy-wise, but I like him as a human being. I mean, he's fantastic,“ sagte er damals. Er fügte hinzu, Kennedy habe ihn mit einem Umweltstrategen zusammengebracht, der ihm half, Klimapolitik zu entwickeln. „So when I ran as a Republican and a Democrat like Bobby Kennedy helps me, I said to myself that I should always be there for him. No matter if I believe in everything that he does or not, I will always support him,“ sagte Schwarzenegger. Und über ihre gemeinsamen Trainingseinheiten sagte er: „We've worked out together and go gym and stuff like that, and I always was a big supporter of his.“
Die Freundschaft bekommt zusätzlich Gewicht, weil Kennedy in der Regierung von Präsident Donald Trump zu einer umstrittenen Figur geworden ist. Der frühere Umweltschützer wirbt mit dem Slogan „Make America Healthy Again“ und steht wegen seiner Positionen zu Impfstoffen und Fluorid im Wasser unter Dauerkritik. Schwarzenegger selbst unterstützte 2024 die Demokratin Kamala Harris gegen Trump und sagte später: „I will always be an American before I am a Republican.“
Gleichzeitig hat er darauf bestanden, sich nicht in jede politische Schlammschlacht hineinziehen zu lassen. Bei einer Rede beim Austrian World Summit im Juni 2025 sagte er: „I know all of you are thinking now: 'I hope Arnold attacks Trump and says some really terrible things about Trump,' but that's not my style,“ und ergänzte: „First of all, I have a rule. I do not criticize a president outside of his borders. No matter who it is and what party he belongs to – or she belongs to.“ Das macht das Kennedy-Selfie zu mehr als nur einem Fitness-Moment: Es zeigt einen Schwarzenegger, der seine alten Allianzen offen pflegt, aber seine politischen Grenzen ebenso klar zieht.
Auch privat steht die Verbindung für einen Mann, der sein öffentliches Leben längst mit seiner Familie und langen Bekanntschaften verflochten hat. Die Beziehung zu Maria Shriver und der gemeinsame familiäre Hintergrund mit Kennedy machen die Veröffentlichung des Fotos noch persönlicher. Für Schwarzenegger passt das zu einem Muster, das er selbst beschrieben hat: Unterstützung für Menschen, die ihm nahe stehen, auch wenn er nicht jede ihrer politischen Ansichten teilt. Was das Bild am Ende vor allem belegt, ist genau das: Schwarzenegger hält an Kennedy fest, ohne sich dessen Agenda zu eigen zu machen.
Separat hat der 78-Jährige in diesem Jahr auch über Gesundheit und Bewegung gesprochen. Im Gespräch mit sagte er mit Blick auf Schmerzen, Verletzungen, Verschleiß und Gelenkprobleme: „Don't ever stop moving because you have pain. Go and get help,“ ein Rat, der zu dem Mann passt, den Kennedy gerade wieder an seiner Seite im Gym gezeigt hat.

